Der neue Vorstand der Kölner Gemeinschaft

Über 20 Jahre war der HVD in Köln "ausgestorben". Seit Sonntag, dem 24. Januar 2016 gibt es wieder eine neue Gemeinschaft für die Mitglieder in der Domstadt und der Umgebung.

Landespräsident Erwin Kress leitete die Gründungsversammlung in der Comedia in Köln und überbrachte die Glückwünsche des Präsidiums. Er wünschte dem neuen Vorstand viel Erfolg bei dem Neuaufbau.

Im Januar 1994 bedauerte Alfons Künstler, der Vorsitzende der damaligen Freigeistigen Landesgemeinschaft, Ortsgemeinschaft Köln, dass es längere Zeit keine Mitgliederversammlung gab. "Das verstreute Wohnen unserer Mitglieder in Köln, Erftkreis, Leverkusen, Bonn, Troisdorf, Bornheim, Wesseling, Dormagen, Aachen, Düren, Eitorf und Friedenhagen war auch nicht ein Anreiz für eine bloße Mitgliederversammlung. So meinen wir, doch wieder einmal an die Öffentlichkeit zu treten in einer Zeit, in der der Kirchenaustritt so aktuell ist." Und er lud ein zu einer Veranstaltung "Die Innenseite Des Atheismus - Lebensgefühl und Denkweise eines nachreligiösen Atheismus" mit dem Vortragenden Dr. Joachim Kahl. Nun, Dr. Kahl erfreut sich immer noch des Lebens, aber die Ortsgemeinschaft in Köln war bald nicht mehr lebensfähig.

Umso erfreulicher ist es, dass nun eine neue Gemeinschaft an den Start gegangen ist. Diese will sich nicht in der Hauptsache mit den Innenseiten des Atheismus beschäftigen, sondern nach außen wirken. Am 5. Mai steht die Ausrichtung der humanistischen Jugendfeier an. Und dann wird sich eine Arbeitsgruppe mit der Frage beschäftigen, wie Köln zu einer humanistischen Kindertagesstätte verholfen werden kann. Im Herbst will sich der HVD bei der Veranstaltung zum Weltkinderfest in Köln beteiligen. Und natürlich wird die neue Gemeinschaft auch Kontakt halten bzw. aufbauen zu anderen säkularen und humanistischen Menschen und Gruppen in der Domstadt und Umgebung.