• Foto: Konstantin Börner
  • Daniela Trochowski, stellvertretende Präsidentin des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg und brandenburgische Staatssekretärin für Finanzen
  • Katrin Raczynski mit Jusizsenator Dirk Behrendt und Präsident Jan Gabriel

So wurde der Welthumanistentag 2018 gefeiert

Freie Geister lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen – dies zeigte sich beim gestrigen Straßenfest zum Welthumanistentag. Pünktlich zur offiziellen Eröffnung des Festes durch Daniela Trochowski, stellvertretende Präsidentin des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg und brandenburgische Staatssekretärin für Finanzen, zog eine Kaltwetterfront über die Hauptstadt und brachte Windböen und Regennässe mit sich. Nichtsdestotrotz kamen viele Besucher_innen und Mitglieder zusammen, um gemeinsam das Leben und humanistische Werte zu feiern.

Trochowski machte in ihrer Rede deutlich, dass sich Humanist_innen auf der ganzen Welt für Menschenrechte stark machen. Dieses Thema durchzog auch das Programm an diesem Tag.

Mit dem Hissen der Regenbogenfahne in Anwesenheit von Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD), setzte der Verband ein Zeichen für Respekt von sexueller wie geschlechtlicher Vielfalt. Steinert dankte den Humanist_innen für ihr Engagement und betonte, dass keine andere Berliner Organisation an so vielen Standorten die Regenbogenfahne wehen lässt wie der Humanistische Verband.

Gary McLelland, geschäftsführender Direktor der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) war extra aus London angereist, um über die weltweite Verfolgung von religionsfreien Menschen zu berichten.

Am späten Nachmittag wurde die Journalistin Dunja Hayali als neue Preisträgerin des Flechtheimpreises für Demokratie und Menschenrechte bekannt gegeben, den der Verband gemeinsam mit der Humanismus Stiftung Berlin vergibt. Dunja Hayali erhielt den Preis, weil sie "immer die Objektivität des Blickwinkels bewahrt, auf die menschlichen Aspekte in den gesellschaftlichen Diskussionen hinweist und sich zugleich aktiv für mehr Menschlichkeit und Respekt einsetzt", so die Jurybegründung.

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt besuchte den Welthumanistentag und lies sich von Vorstand Katrin Raczynski über das Straßenfest führen.

Viele Projekte des Humanistischen Verbandes hatten Mitmachaktionen für Groß und Klein organisiert. Das Bühnenprogramm wurde von der Band Flashback Monkeys, dem Varietékünstler Archie Clapp und Tänzer_innen der Eastside Fun Crew gestaltet. Schüler_innen aus Märkisch-Oderland stellten ihren Streitschlichter-Rap vor und die Kita Rappelkiste zeigte, wie schon die Kleinsten physikalische Experimente durchführen können.