Welthumanistentag: Für drei Viertel aller Berliner_innen relevant

Individualität, Toleranz, Solidarität und Mitgefühl, vernunftorientiertes und rationales Denken, Selbstbestimmung sowie die Gewissheit, dass alle Menschen nur ein einziges Leben besitzen sind einige der zentralen Werte und Prinzipien einer humanistischen Lebensauffassung. Sie stehen im Zentrum des Welthumanistentages, der von Humanist_innen weltweit am 21. Juni gefeiert wird.

In Berlin sind über 12.000 Menschen im Humanistischen Verband organisiert, den humanistischen Werten und Überzeugungen stimmen deutlich mehr Berliner_innen zu. Dies geht aus einer repräsentativen Akzeptanzstudie hervor, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid 2016 im Auftrag des HVD Berlin-Brandenburg und der Humanismus Stiftung durchgeführt hat.

Auf die Aussage "Ich führe ein selbstbestimmtes Leben, das auf ethischen und moralischen Grundüberzeugungen beruht und frei ist von Religion und Glauben an einen Gott" reagierten 42 % der Befragten mit "Trifft voll und ganz zu", weitere 32 % wählten die Option "Trifft eher zu". In der Studie äußerten außerdem mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie Konfessionslose nicht angemessen in den Medien und in der Politik vertreten sehen (54 %). Zwei von fünf Befragten können sich zudem vorstellen, den Humanistischen Verband mit seinen kulturellen und sozialen Dienstleistungen als Mitglied, durch Spenden oder ehrenamtliche Tätigkeit zu unterstützen. Eine Auswertung und Interpretation der Studie finden Sie hier, die Umfragedaten im Anhang.

Der HVD Berlin-Brandenburg veranstaltet zum Welthumanistentag wie im Vorjahr ein offenes Straßenfest mit einem vielfältigen Programm für die ganze Familie.

"Wir laden alle Interessierten ganz herzlich ein, am 21. Juni mit uns zu feiern, unsere Angebote kennenzulernen und mit uns ins Gespräch zu kommen", sagt Katrin Raczynski, Vorstand des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg. "Nutzen Sie die Gelegenheit, mehr über das humanistische Berlin zu erfahren, diskutieren Sie mit uns über unsere Positionen und verbringen Sie eine gute Zeit mit uns!"

Der HVD feiert das Straßenfest unter der Regenbogenflagge. Um 17.30 Uhr hisst der Verband die Regenbogenfahne an seiner Landesgeschäftsstelle. Die Fahne wird während der Pride Weeks an weiteren Standorten des HVD gehisst.

"Wir treten für Respekt und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein", erklärt Katrin Raczynski für den Verband, der Gründungsmitglied im berlinweiten Bündnis gegen Homophobie ist.

Gerry Woop, Staatssekretär für Kultur und Europa, wird am Abend den Einsatz des HVD für die konfessionsfreien Menschen in Berlin würdigen.

Gefeiert wird bis etwa 20 Uhr an der Landesgeschäftsstelle des Verbandes in der Wallstraße 61-65, 10179 Berlin. Die Wallstraße wird in diesem Bereich (Hausnummern 59 -65) in der Zeit von 7 bis 22 Uhr für das Straßenfest gesperrt, es kommt zu Verkehrseinschränkungen.

Der Welthumanistentag ist ein anerkannter weltanschaulicher Feiertag. Familien mit einer humanistischen Lebensauffassung können daher beantragen, dass ihre Kinder am 21. Juni vom Schulunterricht befreit werden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat den Welthumanistentag im Dezember 2014 auf Initiative des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg in die sogenannte Ausführungsvorschrift Schulbesuchspflicht aufgenommen, die eine Beurlaubung zur Pflege der Feierkultur an diesem Tag ermöglicht.

In ganz Deutschland finden an dem Tag Veranstaltungen zum Welthumanistentag statt. Auf einer Konferenz der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union in Oslo wurde am 21. Juni 1986 dieser Tag als "World Humanist Day" ("Welthumanistentag") zum offiziellen Feiertag für Menschen ausgerufen, die ihr Leben ohne Orientierung an religiösen Vorstellungen und auf Grundlage einer humanistischen Lebensauffassung führen.

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