• Franz Müntefering
    © Konstantin Börner | Humanistischer Verband Berlin-BrandenburgFranz Müntefering
  • Carmen Malling, Leiterin Seniorenbüro "Am Puls 60+"
  • Vlnr: Herr Blömker, Frau Hankewitz, Frau Malling, Herr Dr. Osuch, Frau Dr. Tesch, Herr Müntefering

Feier mit Franz Müntefering

HVD-Seniorenbüro Am Puls 60+ ist in die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros (BaS) feierlich aufgenommen

Der 26. August, der Termin um den Beitritt unseres Seniorenbüros "Am Puls
60+" in die BaS stieß auf großes Interesse. Der Saal in der Freien Volksbühne
in Wilmersdorf jedenfalls war trotz der Hitze mit über 30 Grad Außentemperatur und knallender Sonne gerammelt voll. Und alle waren gekommen.

Freiwillige, Senior_innen, Vertreter des HVD und natürlich Franz Müntefering,
der als Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der SeniorenOrganisationen (BAGSO) persönlich die feierliche Aufnahme vornahm.

Aber alles der Reihe nach.

Anfangs stellte Franz Müntefering sein Buch "Unterwegs - Älterwerden
in dieser Zeit" vor und formulierte passend zum Anlass zugleich sein
eigenes, ganz persönliches Anliegen, den Senior_innen mit Rat und Tat als
Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Sich einsetzen für die Älteren, die
"Alten" aus ihrer Einsamkeit herausholen, das ist sein Ziel. Dabei ging es in
dieser "Stunde der Alten" doch sehr heiter zu, ohne den Ernst der Lage zu
verkennen. Müntefering malte ein Szenario für die nächsten 20 Jahre, in
dem er sich durchaus das Dortmunder Fußballstadion voll mit 100jährigen Fußballfans vorstellen könne. Und der Funke war übergesprungen.

Ausgehend von seiner Lebensdevise "3xL - Lernen, Laufen,
Lachen" erläuterte Herr Müntefering sein Modell für das letzte Lebens-Drittel.
Schilderte anschaulich und humorvoll, wie sich mit Eigeninitiative und
Engagement von Einzelnen Gruppendynamik entwickeln könne und die Alten
so plötzlich wieder im Leben stehen. Er verschwieg aber auch nicht, dass
gerade in der Betreuung der "Alten" noch viel Arbeit durch Ehrenamtliche und
durch den Hebel der Politik notwendig ist. Auch angesichts der demographischen Entwicklung.

Der Rahmen zur feierlichen Aufnahme in die BaS hätte nicht besser gewählt sein können. Noch beeindruckt durch Franz Müntefering und die Diskussion um das "Älter werden in dieser Zeit" wurde das Berliner Seniorenbüro "60+" mit Freude, so Franz Müntefering, in die Gemeinschaft der BAGSO mit insgesamt 420 Büros in Deutschland aufgenommen. "Gerade in Berlin ist großer Nachholbedarf bei der Entwicklung solcher Einrichtungen".

Mit dem Ziel unseres Seniorenbüros, durch die vielfältigen Angebote, Ältere zu aktivieren, sie wieder bewusst am Leben teilhaben zu lassen, ihnen wieder Freude am Leben zu geben, war die Aufnahme in die BaS mehr als überfällig. Mit 15 Projekten in Sport, Theater, Singen, Yoga, Malen, Digital mobil Praxis, Englischkonversation, Themen-Café, Computereinrichtungen, Fotoklub und unsere Aktenfüchse und Freiwilligen im Besuchsund Kontaktnetz, bis zu 40 Treffen im Monat, hier auch mit mindestens drei Tagesausflügen mit Bus und Bahn sowie weiteren Einzelveranstaltungen zu Literatur, Philosophie oder Begleitung zu Konzerten und nicht zuletzt mit der Teilnahme an zahlreichen Aktionen in der Stadt wie zur "Berliner Freiwilligenbörse", "Seniorenwoche" oder "Vorsorgetag" kann sich unser Seniorenbüro selbstbewusst in die neue Bundesarbeitsgemeinschaft einreihen.

Natürlich ließ es sich Carmen Malling, die Seele des Büros, nicht nehmen, uns, die Ehrenamtlichen, für die Arbeit zu danken. Der Dank geht zurück!

Text: Marianne Kölbel, ehrenamtlich

Der Text ist ein Auszug aus dem neuen "Pulskurier", Ausgabe September 2019