Standard oder Optimal?
Klaus Kutzer, Bundesrichter a.D.
Klaus Kutzer, Bundesrichter a.D.

Unter Leitung von Bundesrichter a. D. Klaus Kutzer (siehe Foto) waren die zugrundeliegenden Text­bausteine für das Bundesjustizministerium erarbeitet worden (im Konsens mit Kirchen, Humanistischem Verband, Hospizbewegung und Palliativmedizin). Kutzer begrüßte die Weiter­entwicklung im STANDARD-Patientenverfügung-Modell der Zentralstelle Patientenverfügung und "die neueren leicht verständlichen und überzeugenden Ausarbeitungen". Das Modell beschränkt sich im Wesentlichen auf "aussichtslose" „Standard“-Situationen wie Sterbeprozess und schwere Gehirnschädigungen, die ohne künstliche Ernährung zum Tode führen würden. Die Standard-Patientenverfügung bedarf in aller Regel der Ergänzung durch die Gesundheitsvollmacht für eine Vertrauensperson. Denn nicht enthalten sind hier praxisrelevante Abwägungen "je nach Situation" (z. B. je nach  Besserungsaussicht, Schweregrad des Leidens oder Pflegebedürftigkeit). Auch persönliche Wert­vor­stellungen müssten selbst hinzugefügt werden. Das Modell der OPTIMALEN PATIENTENVERFÜGUNG stellt eine anspruchsvolle Alternative dar. Darin können prinzipiell alle Situationen, in denen keine Willensfähigkeit gegeben ist, je nach persönlicher Wertvorstellung geregelt werden.

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