• Demonstrierende Schüler_innen bei den Fridays for Future-Protesten am 25. Januar 2019 in Berlin
    © Jörg Farys / Fridays for Future (CC BY 2.0) Demonstrierende Schüler_innen bei den Fridays for Future-Protesten am 25. Januar 2019 in Berlin

Humanisten in Berlin und Brandenburg solidarisieren sich mit der Bewegung "Fridays For Future"

Die "Fridays For Future"-Bewegung (FFF) fordert weltweit die politisch Verantwortlichen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um das Pariser Abkommen einzuhalten und die anhaltende Klimazerstörung zu beenden. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg solidarisiert sich mit der Bewegung und den Aktivist_innen.

"Wir haben keinen Zweifel, dass die Menschheit handeln muss, um längst überfällige Klimaschutz-Maßnahmen zu ergreifen. Der Klimawandel ist eine realistische Bedrohung für das Leben auf unserem Planeten. Leider wird weniger über die Notwendigkeit dieser Maßnahmen als über die Rechtmäßigkeit der Proteste der jungen Menschen gesprochen, die sich berechtigte Sorgen um ihre Zukunft machen und deshalb auf die Straße gehen. Das politische Verantwortungsbewusstsein, die globale Perspektive und die aufklärerische Haltung der Aktiven von Fridays For Future verdienen unser aller Respekt", erklärt Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende des Verbandes.

Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, sieht in den protestierenden Schülern "keine Schulschwänzer_innen, sondern die Hoffnungsträger_innen der Zukunft"
Foto: Die Hoffotografen GmbH Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, sieht in den protestierenden Schülern "keine Schulschwänzer_innen, sondern die Hoffnungsträger_innen der Zukunft"

Mit Blick auf den am Freitag anstehenden Schulstreik äußerte sich die Vorstandsvorsitzende im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, dessen Humanistischen Lebenskundeunterricht in Berlin und Brandenburg mehr als 65.000 Schüler_innen besuchen, auch zum Vorwurf, dass die an den FFF-Protesten teilnehmenden Schüler_innen die Schule schwänzen würden.

"In unseren Augen sind die Unterstützer_innen von Fridays For Future keine Schulschwänzer_innen, sondern die Hoffnungsträger_innen der Zukunft. Sie nehmen die Verantwortung für ihr Leben ernst und protestieren gemeinsam dafür, dass ihre und die ihnen nachfolgenden Generationen ein gutes Leben auf diesem Planeten führen können. Das mag für manche unbequem sein, aber angesichts der klimapolitischen Versäumnisse bis zur Gegenwart ist diese Haltung nötiger denn je."

Zu den Widersachern der FFF-Aktiven und ihrer Ziele zählt nicht nur die AfD, die den menschgemachten Klimawandel grundsätzlich anzweifelt und wissenschaftliche Erkenntnisse in Abrede stellt, sondern auch industrienahe Lobbyorganisation wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die in ihrer aktuellen Klima-Kampagne fordert, den Klimaschutz den Interessen der Industrie unterzuordnen.

"Solche rückwärtsgewandten Initiativen machen deutlich, dass wir als Zivilgesellschaft aufgerufen sind, uns hinter die Forderungen für einen besseren Klimaschutz zu stellen, wenn wir eine solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft wollen, die alle Menschen in den Blick nimmt", macht Raczynski deutlich.

Im Juni hatte die Klimaschutz-Aktivistin Luisa Neubauer, die zu den Hauptorganisator_innen der Proteste gehört, bei einer JugendFEIER des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg zu den knapp 2.000 Gästen der Feier im Friedrichstadt-Palast gesprochen. Beim Auftakt der JugendFEIERn des Verbandes hatte zudem Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey "Fridays For Future" den Rücken gestärkt.

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Thomas Hummitzsch
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