• Ivana (13), Isabelle (11) und Lisann (13) (v.l.n.r.), das Team hinter dem Projekt „Hobby Horse Challenge“
    Ivana (13), Isabelle (11) und Lisann (13) (v.l.n.r.), das Team hinter dem Projekt „Hobby Horse Challenge“

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Ihr seid das Team hinter der "Hobby Horse Challenge". Was ist euer Projekt und wie ist es entstanden?

Lisann: Ivana und ich haben uns im Stall kennengelernt. Und zum Hobby Horse sind wir gekommen, weil Ivana das schon immer gemacht hat.

Ivana: Ich habe Hobby Horse im Internet gesehen und fand das ganz lustig. Und dann habe ich mir meine ersten Steckenpferde, also Hobby Horses, gekauft und ein paar Sommer lang ausprobiert. Dann habe ich Lisann davon erzählt und wir haben es zusammen gemacht.

Isabelle: Und ich bin später dazugekommen. Ich reite auch im Ponyverein und habe Lisann und Ivana da kennengelernt.

Lisann: Die Idee kam eigentlich von meiner Mama und Carmen vom Reitverein. Die haben uns immer im Garten Hobby Horsen gesehen und dann gefragt, wie es denn wäre, mal ein Turnier auf dem Hof zu machen. Und das dann auch gleich mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft. Kleine Preise sollte es auch geben. Wir fanden die Idee ganz gut und haben angefangen, das anderen Kindern aufm Hof beizubringen.

Ivana: Wir wollen ein Turnier veranstalten; das soll noch im September stattfinden. Mal sehen, wer alles kommt. Es muss auch nicht groß werden. Wir freuen uns, wenn ein paar Kinder kommen und mitmachen. Ich denke, es wird ganz lustig. Lisann und ich machen nicht mit.

Isabelle: Beim Springen mache ich mit. Dressur ist jetzt nicht so meins. Und da muss man dann auch wirklich über Hindernisse springen. Bei der Dressur finden wir zwei bis drei Leute, die Lust haben, das zu bewerten. Da gewinnt, wer es am schönsten macht und sich die kreativsten Sachen ausdenkt.

Ihr habt zwei Mal bei der Kinderjury teilgenommen und Geld für euer Projekt bekommen. Wie seid ihr auf die Kinderjury aufmerksam geworden? Und wie war es, euer Projekt der Jury vorzustellen?

Ivana: Dazu, wie wir darauf aufmerksam geworden sind, können wir gar nicht so viel sagen, weil wir das von Katharina und Carmen vom Ponyverein gehört haben. Die haben uns das vorgeschlagen.

Lisann: Ja, und erst waren es nur Ivana und ich. Wir haben letztes Jahr schon teilgenommen, da haben wir beide es vorgestellt. Und dieses Jahr kam noch Isabelle dazu, weil wir ja auch Nachwuchs haben wollen, die das dann weiterführen. Das wäre schön.

Ivana: Es gab keine Vorgaben, wie man das präsentiert. Letztes Jahr waren wir noch live vor Ort. Das war sehr schön. Aber es war auch wirklich sehr aufregend – bei beiden Malen. Beim zweiten Tag war es aber schon viel besser. Wir wussten ja schon, dass die Leute da voll cool und voll nett waren. Und dann hat es auch richtig Spaß gemacht.

Lisann: Es war sehr gut, dass wir da noch hinkonnten trotz Corona. Und wir haben dann frei präsentiert und ein paar Videos gezeigt, was wir so machen wollen. Richtig schön war, dass man gemerkt hat, dass jeder jedem was gegönnt hat. Das war nicht wirklich ein Wettbewerb. Es ging nicht darum, dass man der beste war, sondern dass man alle tollen Projekte kennengelernt hat und auch gemerkt hat, wie viel Mühe sich alle wirklich gegeben haben.

Isabelle: Ich war beim zweiten Termin dabei. Ein bisschen nervös war ich schon. Ich hab dann aber auch frei gesprochen und hab mir nichts aufgeschrieben.

Ihr durftet mitentscheiden, was für Projekte im Stadtteil umgesetzt werden. Findet ihr es wichtig, dass Kinder beteiligt werden und mitentscheiden dürfen?

Lisann: Ich finde das sehr wichtig. Erstens ist es sehr schön, dass nicht immer nur die Erwachsenen entscheiden, was umgesetzt wird. Und dass die Kinderjury ermöglicht, dass Kinder selbst entscheiden können, ob alle Projekte umgesetzt werden oder doch nur einige, ist ziemlich cool.

Ivana: Ich glaube, es war gut, dass die Kinderjury auch ein bisschen spaßig organisiert war. Es war zwar ernst, aber nicht sooo ernst. Und deswegen war das ne gute Art, Kinder auch mal zu motivieren, Verantwortung zu übernehmen und nicht alles den Älteren zu überlassen.

Lisann: Ich hatte auch echt nicht das Gefühl, dass irgendjemand gedrängt wurde von den Erwachsenen. Alle waren gleichgestellt und niemand wurde bevorzugt. Klar ist das eine Projekt vielleicht ein bisschen nützlicher als das andere, aber trotzdem waren alle Projekte sehr schön und auch die Erwachsenen waren glücklich, dass so viele Kinder da waren und ihre Projekte vorgestellt haben.

Und würdet ihr anderen Kindern und Jugendlichen, die eine Idee für ein Projekt haben, empfehlen, auch an so Angeboten wie der Kinderjury teilzunehmen?

Ivana: Ich würde sagen: definitiv! Die Experience ist sehr cool. Und wenn man ein Projekt wirklich umsetzen will, ist so eine Jury echt praktisch.

Lisann: Ich denke auch, dass es niemandem mit einer Idee schadet, da teilzunehmen. Man kann ja nichts verlieren. Es ist eine schöne Erfahrung.

Isabelle: Ich glaube, ich werde das Projekt auf jeden Fall weitermachen, wenn Ivana und Lisann aufhören. Aber es wäre schon schön, wenn noch zwei weitere Kinder dazukommen. Und wenn die Älteren immer mal wieder mitmachen.

 

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Kontakt

Frauke Groner
Leitung Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf

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