Humanistischer Lesekreis | Serhij Zhadan: Himmel über Charkiw

Es gibt Bücher, die liest und diskutiert man aufgrund ihrer Komplexität am besten gemeinsam. Der Lesekreis trifft sich in der Regel jeden letzten Dienstag im Monat und ist die Gelegenheit, genau dies mit Büchern und Texten zu humanistischen Themen zu tun: in angenehmer Atmosphäre und mit Genuss.

Die Auswahl erfolgt durch die Teilnehmenden. Programmänderungen aufgrund von aktuellen Neuerscheinungen oder neuen Vorschlägen sind ebenso willkommen wie neue Lesefreundinnen und ‑freunde.

2023 steht bei uns ganz im Zeichen der Friedensaktivistin, Feministin und Publizistin Bertha von Suttner, die vor 180 Jahren geboren wurde und 1905 als eine der Ersten den Friedensnobelpreis verliehen bekam. Von ihrem pazifistischen Roman Die Waffen nieder! aus, den wir in der Januar-Ausgabe des Lesekreises diskutiert haben, schlagen wir einen Bogen zu älteren und neueren Texten, die um Fragen von Krieg und Frieden, Macht und Gewalt, Humanismus und Pazifismus kreisen. Übers Jahr möchten wir Klassiker neu entdecken und uns mit aktuellen politischen und philosophischen Texten zum Thema auseinandersetzen.

Im April sprechen wir über Serhij Zhadans Himmel über Charkiw. Nachrichten vom Überleben im Krieg

Tag und Nacht ist Serhij Zhadan im umkämpften Charkiw unterwegs – er evakuiert Kinder und alte Leute aus den Vororten, verteilt Lebensmittel, koordiniert Lieferungen an das Militär und gibt Konzerte. Seine Nachrichten in den sozialen Netzwerken dokumentieren seine Wege durch die Stadt und sprechen den Charkiwern Mut zu, unermüdlich, Tag für Tag.

»Wir versuchen, uns dem Tod entgegenzustellen, wir versuchen, uns dem völligen Schweigen entgegenzustellen, wir nehmen uns das Recht, selbst die Wahrheit zu sagen – die Wahrheit über diesen Krieg, über diese Zeit, die Wahrheit dieser Stimmen, die im Himmel vergehen und die Luft klarer und stärker machen.«

Serhij Zhadan, 1974 in Starobilsk/Gebiet Luhansk geboren, publizierte seit 1995 zahlreiche Gedichtbände und Prosawerke. Sein Werk wird in mehr als 20 Sprachen übersetzt und erhielt viele internationale Auszeichnungen, unter anderem den Brücke-Berlin-Preis 2014, zusammen mit seinen Übersetzern Juri Durkot und Sabine Stöhr. 2022 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Zhadan lebt in Charkiw. (Verlagstext)

UHRZEIT: 18.00 – 19.30 Uhr

ORT: Haus des Humanismus, Potsdamer Str. 157 | 10783 Berlin

MODERATION: Dr. Astrid Hackel oder Dr. Ralf Schöppner

Infos und Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Wann?

  • 25 Apr, 18:00 Uhr

Wo?

Haus des Humanismus
Potsdamer Str. 157
10783 Berlin

Infos und Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Kontakt

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Dr. Astrid Hackel
Referentin Bildung und Forschung
030319886470
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Ralf Schöppner
Geschäftsführer