Humanistischer Lesekreis | Perspektiven nach dem Ukrainekrieg

Es gibt Bücher, die liest und diskutiert man aufgrund ihrer Komplexität am besten gemeinsam. Der Lesekreis trifft sich in der Regel jeden letzten Dienstag im Monat und ist die Gelegenheit, genau dies mit Büchern und Texten zu humanistischen Themen zu tun: in angenehmer Atmosphäre und mit Genuss.

Die Auswahl erfolgt durch die Teilnehmenden. Programmänderungen aufgrund von aktuellen Neuerscheinungen oder neuen Vorschlägen sind ebenso willkommen wie neue Lesefreundinnen und ‑freunde.

2023 steht bei uns ganz im Zeichen der Friedensaktivistin, Feministin und Publizistin Bertha von Suttner, die vor 180 Jahren geboren wurde und 1905 als eine der Ersten den Friedensnobelpreis verliehen bekam. Von ihrem pazifistischen Roman Die Waffen nieder! aus, den wir in der Januar-Ausgabe des Lesekreises diskutiert haben, schlagen wir einen Bogen zu älteren und neueren Texten, die um Fragen von Krieg und Frieden, Macht und Gewalt, Humanismus und Pazifismus kreisen. Übers Jahr werden wir Klassiker neu entdecken und uns mit aktuellen politischen und philosophischen Texten zum Thema auseinandersetzen.

Im Februar sprechen wir über Perspektiven nach dem Ukrainiekrieg von Julian Nida-Rümelin, Mattias Kumm, Erich Vad, Albrecht von Müller, Werner Weidenfeld und Antje Vollmer. Der Krieg in der Ukraine hat alle Hoffnung zerstört, dass Europa keine bewaffneten Konflikte mehr erlebt. Wieder, wie nach dem Zweiten Weltkrieg und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, muss eine neue Friedensordnung gefunden werden. Dazu muss über die aktuelle militärische Lage im Ukrainekrieg hinaus gedacht werden.

Die Autoren dieses Buches eint die Sorge um eine Verkürzung der aktuellen Debatten auf die militärische Logik und gleichzeitig eine falsche Moralisierung der Außenpolitik. Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven für eine neue Realpolitik, in der die Interessen der Ukraine berücksichtigt und zugleich die Chancen für stabile Sicherheit und Frieden ausgelotet werden. (Verlagstext)

Im Lesekreis konzentrieren wir uns besonders auf den Beitrag "Eine ethisch fundierte Realpolitik der Friedenssicherung. Eine philosophische Perspektive."
Von Julian Nida-Rümelin. S.111-129. 

UHRZEIT: 18.00 – 19.30 Uhr

ORT: Haus des Humanismus, Potsdamer Str. 157 | 10783 Berlin

MODERATION: Dr. Astrid Hackel oder Dr. Ralf Schöppner

Infos und Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Wann?

  • 28 Feb, 18:00 Uhr

Wo?

Haus des Humanismus
Potsdamer Str. 157
10783 Berlin

Infos und Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de

Kontakt

Bild des Benutzers Dr. Astrid Hackel
Dr. Astrid Hackel
Referentin Bildung und Forschung
030319886470
Bild des Benutzers Ralf Schöppner
Ralf Schöppner
Geschäftsführer