Demokratiepädagogik damals und heute – 100 Jahre weltliche Schule

Eine Tagung der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg in Kooperation mit dem Historischen Arbeitskreis des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR und dem August Bebel Institut

Vor etwa 100 Jahren, 1920, öffnete die erste weltliche Schule Berlins: Ein Aufschwung für Lebenskundeunterricht und Demokratiebildung an deutschen Schulen. Wir blicken auf die historische Entwicklung und den Beitrag, den die weltliche Schulbewegung zur Demokratiebildung geleistet hat. Und wir fragen, wie Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften heute und in Zukunft daran anknüpfen können und warum Demokratiepädagogik für eine offene und pluralistische Gesellschaft enorm wichtig ist.

Leitung: Dr. Ralf Schöppner (Humanistische Akademie), Reinhard Wenzel (August Bebel Institut)

Anmeldung unter anmeldung@august-bebel-institut.de

Hinweis für Mitarbeiter_innen des HVD: Diese Veranstaltung ist mit einem grünen Punkt versehen. 

 

Programm

 

Freitag | 28.05.2021 | 17.00 – 20.30 Uhr

Demokratiepädagogik damals

17.00 – 17.15 Uhr | Begrüßung und Einführung: Ralf Schöppner

17.15 – 18.15 Uhr | Keynote

Weltliche Schule und Lebenskunde: Horst Groschopp

Pause

18.45 – 19.30 Uhr | Workshops in Breakout-Rooms

Die weltliche Schule: Geschichte, Unterrichtspraxis, Biografien

I             Aus der Unterrichtspraxis der weltlichen Schulen in Berlin: Nele Güntheroth

II           Demokratische Erziehung am Beispiel zweier Neuköllner Erzieher der Weimarer Zeit: Wilhelm Wittbrodt und Alfred Lewinnek: Rudolf Rogler

III          Weltliche Schulen in Brandenburg: Eckhard Müller

IV          Geschichte und Unterrichtskonzepte der weltlichen Schulen in Halle (Saale):  Viola Schubert-Lehnhardt & Edmund Fröse

Pause

19.45-20.30 Uhr | Podiumsdiskussion

Weltliche Schulen im Kontext von Reformpädagogik und Demokratiebildung

Gäste: Edmund Fröse, Nele Güntheroth, Eckhard Müller, Rudolf Rogler und Viola Schubert-Lehnhardt

Moderation: Ralf Schöppner

 

Samstag | 29.05.2021 | 10.00 – 13.00 Uhr

Demokratiepädagogik heute

10.00 – 10.15 Uhr | Begrüßung und Einführung: Reinhard Wenzel

10.15 –  10.45 Uhr | Keynote

Solidarität als Prinzip. Demokratiepädagogik als besonderes Anliegen im Humanistischen Lebenskundeunterricht: Bianca Stern

10.45 –  11.15 Uhr | Keynote

Demokratiepädagogik – Demokratie lernen und leben: Angelika Eikel

Pause

11.30 –  13.00 | Podiumsdiskussion

Mit Demokratiepädagogik gegen Höcke, Halle und Hanau? Potentiale und Grenzen

Gäste: Maike Axenkopf, Moussa Al-Hassan Diaw, Frauke Groner und Steffen Klävers

Moderation: Karen Taylor

 

Kurzbiografien

Maike Axenkopf arbeitet als Bildungsreferentin für den Bund der Deutschen Katholischen Jugend in Berlin. 

Moussa Al-Hassan Diaw ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster, forscht und publiziert zum Thema Extremismusprävention und ist als first line practitioner in diesem Bereich tätig.

Angelika Eikel ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. (DeGeDe). Sie arbeitet als Referentin, Lehrbeauftragte und Beraterin im Bereich Demokratiepädagogik, Partizipation und Schulentwicklung.

Dr. Edmund Fröse ist beim Humanistischen Regionalverband Halle-Saalkreis e.V. im Bereich Patientenverfügung tätig.

Frauke Edda Groner arbeitet als Politische Bildnerin im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu den Themen Kinder- und Jugendbeteiligung, Kinderrechte und politische Bildung für junge Menschen.

Dr. habil. Horst Groschopp ist Kulturwissenschaftler und Gründungsdirektor der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg und der Humanistischen Akademie Deutschland.

Dr. Nele Güntheroth promovierte zu Weltlichen Schulen und Lebensgemeinschaftsschulen in Berlin und ist Kuratorin für Stadt und Museum beim Stadtmuseum Berlin.

Dr. Steffen Klävers ist Literatur- und Kulturwissenschaftler sowie Antisemitismusforscher. Er arbeitet als Bildungsreferent im Projekt "Dialog und Aufklärung – Antisemitismus 2.0" beim Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA). 

Dr. Eckhard Müller ist Historiker und Mitglied des Historischen Arbeitskreises des Humanistischen Verbandes Deutschlands Berlin-Brandenburg KdöR.

Rudolf Rogler war 35 Jahre Hauptschullehrer und zeitweise Museumslehrer in Berlin-Neukölln.  Er ist u.a. Mitherausgeber zweier Bände zur Schulreform in Neukölln.

Dr. Ralf Schöppner ist praktischer Philosoph und Direktor der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg. 

Dr. habil. Viola Schubert-Lehnhardt ist Dozentin und Autorin mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung, Gesundheitspolitik und medizinische Ethik. Sie ist Vizepräsidentin der Humanistischen Akademie Deutschland.

Bianca Stern ist Lebenskundelehrerin beim HVD Berlin-Brandenburg und Dozentin für Demokratiepädagogik im Ausbildungsinstitut für Humanistische Lebenskunde.

Karen Taylor ist als Referentin eines Bundestagsabgeordneten für Vielfalt und Antidiskriminierung zuständig. Bei EOTO (Each One Teach One), einem communitybasierten Empowerment-Verein für Schwarze Menschen in Deutschland, ist sie verantwortlich für die politische Kommunikation.

Reinhard Wenzel ist Geschäftsführer und Studienleiter des August Bebel Instituts.

 

Wann?

  • 28 Mai, 17:00 Uhr

Wo?

Zoom
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Diese Tagung findet digital statt.
Anmeldung unter anmeldung@august-bebel-institut.de
Termin: 28. | 29. Mai 2021
Uhrzeit: 17-20.30 Uhr | 10-13 Uhr