Weltbürger inkognito IV: „Europa zuerst“ - Humanistische Wege aus der politischen Krise

Vortrag und Diskussion mit HEINZ-BERNHARD WOHLFARTH

Europa steht an einem historischen Scheideweg zwischen Verbesserung und Zerfall. Während das herrschende neoliberale Regime demokratische Reformen blockiert, möchte der aufsteigende Populismus die Europäische Union als demokratisches Projekt beenden. Auf dem Spiel steht das kosmopolitische Europa, das aus dem Widerstand gegen die Barbarei und die politischen Großkatastrophen des 20. Jahrhunderts gegründet wurde – gegründet in Erinnerung an das Erbe der Aufklärung und den politischen Humanismus der Menschenrechte und der Demokratie. Diese neuartige Form der politischen Gemeinschaft sicherte dem Kontinent in seinem Zentrum einen jahrzehntelangen Frieden und vielen Ländern einen nie dagewesenen Wohlstand. In der erweiterten politischen Union verschärfte die Euro-Krise jedoch die Ungleichheit innerhalb der Mitgliedsländer und zwischen ihnen. Sie brachte einige schwerwiegende Konstruktionsfehler zum Vorschein. Eine Neubegründung des kosmopolitischen Europa ist daher das wichtigste politische Ziel. Die demokratische Reform darf aber nicht länger allein den Eliten der europäischen Institutionen überlassen werden. Jetzt müssen die europäischen Bürger selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Doch wie kann das angesichts der populistischen Herausforderung geschehen?

 

Alle Termine

Wann?

4 Dez 18:00

Wo?

Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg
Brückenstr. 5A
10179 Berlin

Tagung:
4. Dezember 2017
18.00 - 20.00 Uhr

Anmeldung an info@humanistische-akademie-berlin.de

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