Das war die Kinder- und Jugendversammlung 2022

Am 16.11. gingen 13 Kinder und Jugendliche aus Marzahn-Hellersdorf mit dem Bezirksbürgermeister Gordon Lemm und den Bezirksstadträt_innen Nadja Zivkovic, Nicole Bienge und Dr. Torsten Kühne sowie Michael Buza von der Schulaufsicht ins Gespräch.

Die Kinder- und Jugendversammlung startete mit der Präsentation des Kunstprojekts Hingucker>14, bei welchem sich die 6d der Gretel-Bergmann-Schule mit dem Kinderrecht auf Spiel und Freizeit beschäftigte und aus ihren Gedanken und Vorstellungen zu diesem Recht einen Film produzierte.

Im zweiten Block der Versammlung waren die eingeladenen Politiker_innen im Fokus der Aufmerksamkeit. Die beiden Moderatorinnen Milena Golz und Esther Thomasius prüften deren Ansichten zu verschieden jugendpolitischen Fragestellungen. Unter anderem sollten die Politiker_innen zur herrschenden Konkurrenz von Wohnungsbau und Spielplätzen Stellung beziehen.

Anschließend ging es um die konkreten Anliegen der Kinder und Jugendlichen:

  • Die Spielplatzversorgung im Bezirk sieht momentan nicht gut aus: Es müsste knapp doppelt so viele Spielplätze im Bezirk geben. Kinder und Jugendliche wollten wissen, wie der Bezirk diesem Defizit begegnen will und ob die Schulhoföffnung eine zu prüfende Option ist.

Die getroffene Vereinbarung ist, dass die Kommunikation zwischen den Ämtern und den Kindern und Jugendlichen verbessert wird, damit sich wieder mehr Kinder und Jugendliche bei der Spielplatzplanung beteiligen. Vorhandene Informationskanäle wie der BSA oder das KJB sollen genutzt werden.

 

  • Zwei Mädchen der Ulmen-Grundschule, die gleichzeitig Mitglieder des Mini-BSA sind, war aufgefallen, dass die öffentlichen Toiletten an ihrem Spielplatz von Jungen* kostenlos genutzt werden können, Mädchen* aber dafür bezahlen müssen. Dieses Anliegen soll an Frau Juliane Witt als zuständige Bezirksstadträtin weitergeleitet werden.

 

  • Die Skater vom "Roten", dem Skatepark an der Wuhletalstr, nutzten die Gelegenheit, um auf die prekäre und unklare Situation des Skateparks aufmerksam zu machen. Sie möchten wissen, wie es mit dem Platz weitergeht und bei der Planung mit einbezogen werden. Frau Bienge und Herr Lemm sichern zu, sich die Situation vor Ort anzuschauen und dort mit den Jugendlichen und Kindern ins Gespräch zu gehen.

 

  • Auch Vertreter des frisch gegründeten Kinder- und Jugendparlaments waren anwesend. Ihnen fehlen vom Bezirk zu schaffende Rahmenbedingungen, um arbeiten zu können. Sie fordern sowohl finanzielle als auch personelle und räumliche Unterstützung. Herr Lemm und Frau Bienge sichern zu, in regelmäßigen Austausch mit dem KJP zu gehen und hierbei über die genannten Themen zu sprechen.

 

  • Fridays for Future machte auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam. An Schulen gibt es noch Potential Prozesse zu verbessern und diesbezüglich wurden Projekte und Ideen genannt.

Die Fragen und Antworten der Politik wurden in einem Protokoll festgehalten, dass die Grundlage bildet für ein Nachhaken in den nächsten Wochen und Monaten.