Humanistische Kita Kastanienallee

Unsere Kita bietet Plätze für insgesamt 160 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Die Kinder werden in einem Nestbereich und fünf altergemischte Bereichen betreut.

Funktionale Räume, eine Bewegungsbaustelle und unser großer Garten mit vielen verschiedenen Bäumen und Pflanzen, Kriechhöhle, einer Matschecke und vielen geheimnisvollen Wegen laden zum Bewegen, Entdecken und Forschen ein.

Wir sehen die Kinder als Gestalter ihrer eigenen Entwicklung, als Träger eigener Rechte an. Wir achten ihre Unterschiedlichkeit und familiäre Prägung.

Die Gestaltung von Beziehungen, eingebettet in das tägliche Zusammenleben und -spielen, sind ein wichtiger Ausgangspunkt unserer pädagogischen Arbeit. Kinder erleben, dass Erwachsene Zeit für sie haben. Zeit, in der Freude,Spaß und die Lust am Leben ein gemeinsames Erlebnis aller ist, so lässt sich im Hier und Jetzt ein positives Lebensgefühl erspühren, als erlebtes Glück in der Kindheit.

Offene Arbeit und Bild Vom Kind

Das Kind als Akteur seiner Entwicklung, als selbstlernendes Subjekt,bestimmt das heutige Bild vom Kind. Bestätigung erfährt dieses von entwicklungspsychologischen Theorien und der Hirnforschung.

Allerdings entstand diese Überzeugung schon in reformpädagogischen Bewegungen um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts. Das Zusammenleben mit Kindern, das Wahrnehmen und vor allem ernst nehmen ihrer Bedürfnisse führte zu entsprechenden Überlegungen und neuen pädagogischen Ausrichtungen.

Mit der Entwicklung des Konzeptes der offenen Arbeit in den 70er Jahren ging es vor allem um eine veränderte Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen.

Hinzu kommt, dass sich der Lebensraum der Kinder verändert hat. Er besteht aus vielen isolierten Punkten. Man spricht deshalb von "verinselter" Kindheit. Die Straße gehört dem Verkehr und offenes Gelände ist zumindest im städtischen Lebenraum selten geworden und für Kinder nicht zugänglich. Kinder werden zu ausgewählten Plätzen gefahren, die speziell für sie vorgesehen sind: Spielplätze, Kurse für Kinder oder andere Kulturangebote. Dazu kommen Orte wie die Einkaufzentren, zu denen sie von den Erwachsenen mitgenommen werden.

In vielen Situationen stehen die Kinder unter Aufsicht der Erwachsenen, werden von deren Vorstellungen gelenkt. Wir möchten den Kindern innerhalb dieser "Inseln" Freiräume bieten, in denen sie selbstbestimmt ihre Ideen verfolgen, die Welt auf ihre Weise erforschen können und sich selbstgewählt in soziale Gruppen integrieren. Die offene Arbeit ist auch eine Antwort auf die gesellschaftliche Entwicklung.

Den Spuren der Kinder zu folgen ist für uns eine wichtige Aufgabe, an der wir schon seit längerem gemeinsam arbeiten.

Wir möchten mit der offenen Arbeit

  • Autonomiebestreben und Eigenverantwortung der Kinder unterstützen (Kinder entscheiden selbst, womit und mit wem sie sich beschäftigen wollen)  vorbereitend auf eine selbstverantwortliche Lebensgestaltung   
  • den Kindern verdeutlichen, dass sie für die Gemeinschaft wichtig sind und sich als ein wirksamer Bestandteil verstehen.
  • Handlungs-/Gestaltungs-und Erfahrungsräume der Kinder erweitern, Ihnen einen frei gestaltbaren Ort bieten
  • unsere kommunikative Kompetenzen als Erzieher_innen stärken

Unsere Grundhaltung ist geprägt von einer vom Kind ausgehenden Pädagogik, die

  1. vom Erleben der Kinder ausgeht (Berliner Bildungsprogramm)
  2. sich an den Entwicklungsbedürfnissen der Kinder ausrichtet
  3. Kindern die Erfahrung gibt, dass ihre Grenzen respektiert werden
  4. Individualität und Unterschiedlichkeit als Wert schätzt

In der offenen Arbeit beobachten wir aufmerksam das Tun-die Selbstbildungsprozesse-des jeweiligen Kindes, treten mit ihm in den Dialog,um herauszufinden, was es interessiert, wonach es verlangt und wodurch es glücklich wird. Wir Erzieher_innen verstehen uns als Begleiter, Lernpartner, Zuhörer, Unterstützer, Berater, Resonanzgeber und Coach und bieten entsprechende Räume und Zeiten an, in denen die Kinder selbstbestimmt aktiv werden können.

Die Kinder erleben vielfältige Lernsituationen in unterschiedlichen Altersgruppen, in 2 großen und 5 kleinen Bereichen.

Unsere Aufgaben als Erzieher_innen in der offenen Arbeit:

  • gemeinsame Planung und Organisation im Kleinteam
  • Bezungserzieher_innen sind für die Entwicklungsdokumentation ihrer Bezugskinder verantwortlich
  • Erzieher_innen sorgen für Material in den Räumen und fühlen sich für alle Kinder verantwortlich
  • offen zu sein für das Denken und Fühlen der Kinder
  • an der Lebenswirlichkeit der Kinder ansetzen
  • auf die Kompetenzen der Kinder vertrauen
  • Kinder ernst nehmen
  • Kinder selbst entscheiden lassen, womit und mit wem sie sich beschäftigen möchten
  • Kindern Beteiligungs-und Selbstbestimmungsrechte einräumen
  • für Kinder eine liebevolle und verlässliche Bezugsperson sein
  • Voraussetzungen bieten für ein lustvoll Aktiv-werden der Kinder untereinander
  • darauf achten, dass Kinder nicht ausgegrenzt werden
  • Rituale entwickeln, um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit zu unterstützen
  • für interessante Bildungsräume und vielfältige Anregungen sorgen

Kontakt

Bild des Benutzers Monika Bartz
Monika Bartz
Leitung Humanistische Kindertagesstätte Kastanienallee