Der andere Weg zum Erwachsenwerden

Für die Einen war es eine schöne Familienfeier als Alternative zur Konfirmation. Andere Jugendliche, die am Samstag , 06. Mai an der diesjährigen JugendFEIER des HVD in Bielefeld teilnahmen, wollten damit ganz bewusst ihre ersten Schritte ins Erwachsenenalter feierlich begehen. Auch das Nachdenken über humanistische Grundwerte während der Vorbereitungsphase interessierte die jungen, nicht religiös gebundenen Menschen und sie genossen es, sich auch einmal unter weltanschaulich Gleichgesinnten bewegen zu dürfen.

Mit Unterstützung von Kollegen begleitete Christine Höink die 11 Jugendlichen während der mehrmonatigen Vorbereitungszeit und erarbeitete mit ihnen auch ein umfangreiches Festprogramm. Während der Feier zeigten die Jugendlichen dann den ca. 150 Gästen im vollbesetzten Murnausaal ein breites Spektrum ihrer Kreativität und ihres Könnens. Da begeisterten drei Mädchen z.B. mit einem selbst einstudierten Tanz. Selbst geschriebene Texte zum Erwachsenwerden wurden vorgetragen, Interviews mit Passanten auf Bielefelder Straßen zu deren Lebenszielen vorgestellt. Und die Jugendlichen vergaßen nicht, ihren Eltern und anderen für sie bedeutsamen Personen für all das zu danken, das ihnen während ihrer Kindheit so hilfreich war. Hier oder da zeigte sich dabei unter den Zuschauern sogar eine Träne!

Holm Sternbacher, der Bezirksbürgermeister von Bielefeld-Heepen, machte in seinem Grußwort den Jugendlichen Mut, zu ihrem Selbst zu stehen und auch in gesellschaftlichen Randpositionen nicht zu verzagen. „Ich kenne mich damit aus“, meinte er schmunzelnd.

Die Festrede hielt in diesem Jahr der Feiersprecher des HVD in Bielefeld / OWL, Prof. Dr. Jonas Grutzpalk. Er hatte die Mädchen und Jungen während der Vorbereitungszeit näher kennenlernen können und zeigte sich überrascht über ihre Individualität, ihre Ernsthaftigkeit und auch über ihre nicht nur guten Lebenserfahrungen.