Entscheid über Kinder- und Jugendparlament in Marzahn-Hellersdorf steht an

Vor rund einem Jahr kam eine Gruppe junger Menschen auf das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf zu. Ihr Anliegen war es, endlich ein Kinder- und Jugendparlament (KJP) in Marzahn-Hellersdorf zu gründen. Beschlossen hatte dieses Vorhaben die Bezirksverordnetenversammlung bereits 2019. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wollten das Vorhaben nun mit Leben füllen. Die KJP-PowerGroup war geboren und nahm inmitten der Pandemie ihre Arbeit auf.

Nun soll ein Entscheid unter Kindern und Jugendlichen im Bezirk den Druck auf die Politik erhöhen – auch wenn das Ergebnis nicht verbindlich sein wird. Das Timing für einen solchen Entscheid ist ideal, denn parallel findet im Bezirk noch bis zum 17. September die U18-Wahl statt. Alle Kinder und Jugendlichen, die dort mitmachen, können gleich für oder gegen ein Kinder- und Jugendparlament votieren.

Die Ziele eines KJP sind klar umrissen: Es soll Kindern und Jugendlichen Raum für eigene Diskurse geben, Aktivismus und politisches Engagement im Bezirk miteinander verknüpfen und mehr Beteiligung ermöglichen. Die 18-jährige Maria Geidel macht als Initiatorin der Gruppe klar, wie wichtig es sei, Kinder und Jugendliche als heterogene, diverse Gruppe zu betrachten. "Alle sollen mit ihren verschiedenen Talenten und Voraussetzungen einen Platz im KJP finden", sagt sie. Diversität sei nicht nur als Schlagwort gedacht.

Das vom Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg getragene Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf unterstützt dabei nach Kräften: "Wir begleiten die KJP-PowerGroup bei ihrem Vorhaben", erzählt Frauke Groner, die das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro leitet. "Zum einen unterstützen wir junge Menschen in ihrer Selbstorganisation. Zum anderen finden wir ein Kinder- und Jugendparlament eine interessante Idee der politischen Teilhabe."

Unterstützung erfahren sowohl die U18-Wahl als auch der Entscheid zum KJP zudem auch von Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie: "Für mich ist das Kinder- und Jugendparlament eine persönliche Herzensangelegenheit. Junge Menschen in Marzahn-Hellersdorf haben die Möglichkeit, sich aktiv an den politischen Debatten im Bezirk zu beteiligen." Die U18-Wahl sei zudem ein wichtiges Symbol, um zukünftigen Wählerinnen und Wählern mehr Beachtung zu schenken und sich für ihre Belange einzusetzen. "Ich rufe alle Kinder und Jugendliche auf: Geht wählen! Gebt eure Stimme bei den U18-Wahlen und dem Kinder- und Jugendentscheid in Marzahn-Hellersdorf ab."

Kontakt

Frauke Groner
Leitung Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf