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Kritik an Lockerungen zu Weihnachten

Dazu die Vorstandsvorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR:

"Die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten widersprechen jeder Vernunft und dem Prinzip solidarischen und verantwortlichen Handelns", sagt Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR.  Der Verband ist als Weltanschauungsgemeinschaft nach dem Grundgesetz den Kirchen gleichgestellt. "Wir dürfen genau wie die Kirchen täglich Veranstaltungen ohne jede Personenobergrenze durchführen", so Raczynski weiter. "Dies ginge jedoch gegen jeden gesunden Menschenverstand. Wir machen von unserem Privileg keinen Gebrauch. Infektionsschutz geht vor."

Die Vorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg weiter: "Der Lockdown "light" wird verlängert und beschert damit vielen Kultureinrichtungen endgültig das Aus. Gottesdienste sind mit unbegrenzter Personenanzahl erlaubt. Private Galerien, deren Hauptzweck es ist, Kunst zu verkaufen, bleiben geöffnet. Museen, Gedenkstätten und ähnliche Kultur- und Bildungseinrichtungen bleiben geschlossen. Dieser Regelungs-Irrgarten ist rational nicht nachvollziehbar."

Der ursprüngliche Sinn des Weihnachtsfestes liegt für viele Menschen in der Freude darüber, dass die dunklen Tage bald dem Frühling weichen. Menschen haben das Bedürfnis, zur Ruhe zu kommen und das Jahr Revue passieren zu lassen – alleine oder in Gemeinschaft. All das muss möglich sein, ohne dass deshalb Menschenleben gefährdet und Pflegekräfte in den Krankenhäusern noch stärker belastet werden.

Warum nicht im engsten Familienkreis feiern statt zu zehnt? Warum nicht gemeinsam Vernunft walten lassen und für den Sommer und die Zeit nach dem Impfstoff ein umso größeres Beisammensein mit Familie und Freunden organisieren? In der Corona-Krise geht es auch darum, Rücksicht und Menschlichkeit im Alltag universeller zu gestalten: der alleinstehenden Nachbarin Hilfe anzubieten, den älteren Bewohner_innen im Haus zu Weihnachten ein Stück Kuchen vorbeizubringen. In dem guten Wissen, dass andere Menschen dasselbe für unsere Eltern tun, die wir in diesem Jahr nicht sehen, um sie vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen."

Pressekontakt
Sonja Giese
0159 04 18 68 47
s.giese@hvd-bb.de

Über den Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg

Als Weltanschauungsgemeinschaft vertritt der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR die Interessen religionsfreier Menschen und setzt sich für eine menschlichere Gesellschaft ein. Er unterstützt den Staat bei der Bildung und Erhaltung eines Wertekanons, indem wir friedens-, rechts- und wertefördernd auftreten. In seinen Einrichtungen und Projekten bietet der Verband Unterstützung unabhängig von Nationalität, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Weltanschauung.

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