Gedenkveranstaltung zum 160. Geburtstag des Freidenkers Bruno Wille

Es sprechen David Driese, Vorstand des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR und Frank-Rüdiger Berger, Stellvertretender Vorsitzender von Kulturvolk I Freie Volksbühne Berlin e.V. Die Sängerin und Schauspielerin Isabel Neuenfeldt trägt mit ihrem Akkordeon vertonte Bruno-Wille-Gedichte vor. Beide Die Institutionen fordern den Senat erneut auf, das Grab wieder in die Liste der Berliner Ehrengräber aufzunehmen, aus dem es 2009 gestrichen wurde. Gäste sind herzlich willkommen.

Unter dem Motto "Die Kunst dem Volke" war Bruno Wille mit der 1890 gegründeten "Freien Volksbühne Berlin" ein kulturpolitischer Meilenstein gelungen. Der Verein wurde als erste Besucherorganisation Deutschlands gegründet, um breiten Bevölkerungsschichten den Zugang zur Kultur zu erleichtern. Am 23. März 2020 feiert die Freie Volksbühne Berlin e.V. ihr 130-jähriges Jubiläum.

Bruno Willes publizistisches Schaffen ist vielfältig: Er schrieb hunderte Artikel für Berliner Tageszeitungen und Zeitschriften und hielt zahlreiche Vorträge für Vereine, Bünde und Bewegungen. Daneben veröffentlichte er auch Lyrik und Romane.

Als Sohn eines Versicherungsvertreters in Magdeburg geboren studierte Wille u.a. in Berlin Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften. Nach dem Studium ging er zunächst als Privatlehrer nach Rumänien, kehrte 1886 nach Berlin zurück, um hier als Journalist, Agitator der Berliner Arbeiterbewegung, als Sprecher, Prediger und Religionslehrer u.a. für die "Freireligiöse Gemeinde" zu arbeiten. Als "Gottloser und Umstürzler" landete er 1895 wegen eines nicht genehmigten Jugendunterrichts der Freireligiösen Gemeinde im Gefängnis.

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