• Gemeinsam Kochen und Essen verbindet
    Foto: Konstantin BörnerGemeinsam Kochen und Essen verbindet

Vielfalt geht durch den Magen

Am Di, 27. August stellen die Macher_innen und Beteiligten gemeinsam mit Anwohner_innen aus Tegel-Süd von 16 bis 19 Uhr interkulturelle Kochbuch "Der Kiez kocht" vor. Die Präsentation des Kochbuchs findet im Rahmen einer langen Tafel auf dem Emstaler Platz, 13507 Berlin statt, bei der auch einige Köstlichkeiten aus dem Buch probiert werden können. Daran teilnehmen werden neben den Machern und Beteiligten des Kochbuchs auch Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit, Integration und Soziales in Reinickendorf Uwe Brockhausen.

Das über 100 Seiten umfassende Kochbuch enthält über 26 großzügig bebilderte Rezepte zum Nachkochen, die von der traditionellen Berliner Boulette über afghanische Bolani und syrische Desserts bis hin zum westafrikanischen Erdnussgericht Maafe Tiga reichen. Zwischen den Rezepten finden sich zudem Informationen zum Leben im Kiez Tegel-Süd und dem Engagement von Gewobag und Humanistischem Verband für ein friedliches und tolerantes Miteinander im Wohngebiet.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales lobt in ihrem Vorwort die integrative Wirkung des Kochbuchprojektes: "Gemeinsam kochen und essen – das ist für mich die schönste Art, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Zusammen zu essen schafft Verbindung und Vertrauen. Nicht umsonst ist es ein universelles Zeichen für Gastfreundschaft und friedliche Begegnung."

Snezana Michaelis, Mitglied im Vorstand der Gewobag: "Wir freuen uns, den Austausch zwischen verschiedensten Menschen in der Nachbarschaft zu fördern und den Gemeinschaftsgedanken zu stärken. Die im Kochbuch vorgestellten Gerichte sind so einzigartig wie ihre KöchInnen und deren Geschichte. Für diese Vielfalt stehen wir."

Katja Labidi, Koordinatorin des Projekts auf Seiten des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg verspricht sich von dem Buchprojekt einen Dominoeffekt. "Die Kiezinitiativen haben klein angefangen. Wir mussten zunächst Vorurteile und Ängste in der Nachbarschaft überwinden, bis erste stabile Begegnungen entstanden sind. Aus den individuellen Begegnungen ist eine größere Offenheit für Begegnung im Kiez entstanden, die mit dem Kochbuch auch sichtbar wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Neugierde steigt, wenn man die Bilder im Kochbuch sieht und erkennt, dass sich dort ganz normale Menschen von nebenan begegnen. Sie alle bringen ihre Geschichte mit, die einen mit und die anderen ohne Fluchterfahrung. Letztendlich haben sie alle gemein, Mensch zu sein, und das ist am Ende das uns alle verbindende Element."

Gern begrüßen wir Sie bei der Präsentation des Kochbuchs. Wenn Sie Interesse an Hintergrundgesprächen und Interviews mit den Menschen hinter und in dem Kochbuch haben, bemühen wir uns gern, diese für Sie zu organisieren. In beiden Fällen genügt eine kurze E-Mail an presse@hvd-bb.de oder ein Anruf unter 030 61 39 04 223.

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Thomas Hummitzsch
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Katja Labidi
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