• Nach wie vor weist die Entlohnung von Männern und Frauen – selbst bei gleicher Leistung – große Unterschiede auf.
    Symbolfoto: Konstantin BörnerNach wie vor weist die Entlohnung von Männern und Frauen – selbst bei gleicher Leistung – große Unterschiede auf.

Equal Pay Day: Schluss mit der Benachteiligung von Frauen!

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist noch lange nicht Realität in Deutschland. Auf diese Ungerechtigkeit macht jährlich der 'Equal Pay Day' aufmerksam, der in diesem Jahr am 18. März begangen wird.

Leider ist diese Initiative unverändert nötig: Nach wie vor weist die Entlohnung von Männern und Frauen – selbst bei gleicher Leistung – große Unterschiede auf. Dazu kommt, dass vor allem Frauen überdurchschnittlich von prekärer Beschäftigung, Befristungen und Leiharbeit betroffen sind und ihr Armutsrisiko deshalb deutlich höher ist als das von Männern.

Wir fordern, Frauen und Männern für gleiche Arbeit gleiche Löhne zu zahlen. Dies ist eine Frage der Gerechtigkeit und sollte eine Selbstverständlichkeit in einer modernen und nachhaltigen Gesellschaft sein. Wir müssen dringend kritisch hinterfragen, wie wir den Wert von Arbeit bemessen. Dass es bis heute vermeintlich ‚typische Frauenberufe‘ gibt, die trotz großer gesellschaftlicher Relevanz auch noch schlechter bezahlt werden, ist nicht hinnehmbar."

Lohngerechtigkeit und ein Ende der strukturellen Benachteiligung von Frauen fordert Vizepräsidentin Daniela Trochowski.
Foto: Die Hoffotografen GmbH Lohngerechtigkeit und ein Ende der strukturellen Benachteiligung von Frauen fordert Vizepräsidentin Daniela Trochowski.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen im Gegensatz zu Männern rechnerisch unbezahlt arbeiten. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Jahr 2018 die Lohnlücke in Deutschland gemessen am durchschnittlichen Bruttostundenlohn – der sogenannte unbereinigte Gender Pay Gap –  21 Prozent betrug. Konkret heißt das: Während Männer einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 21,60 Euro hatten, lag dieser bei Frauen lediglich bei 17,09 Euro.

Rund drei Viertel dieses Verdienstunterschieds zwischen Frauen und Männern sind laut Statistischem Bundesamt strukturbedingt, weil Frauen häufiger in Branchen und Berufen angestellt sind, in denen schlechter bezahlt wird, und sie seltener in Führungspositionen eingesetzt werden. Zudem arbeiten sie häufiger als Männer in Teilzeit und Minijobs, was sich negativ auf ihr Durchschnittseinkommen auswirkt.

Das verbleibende Viertel entspricht laut der Behörde dem sogenannten bereinigten Gender Pay Gap. Auch bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation verdienen Frauen oftmals weniger als ihre männlichen Kollegen.

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Sabrina Banze
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit