• Foto: Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg

Wir sagen DANKE: Ein gemeinsamer Rückblick auf das Haus der ZUFLUCHT

Als der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ausbrach, wurde zivilgesellschaftliches Engagement gefordert, um den flüchtenden Menschen eine Unterkunft zur Verfügung zu stellen, sie mit Alltagnotwendigkeiten auszustatten und sin dieser psychisch herausfordernden Situation im Ankommen in der Fremde zu unterstützen. Das ist dem Verband im Hotel4Youth in der Bernauer Straße mit vielen hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Kräften bis Juni dieses Sommers gelungen. Viele Ehrenamtliche unterstützten am Help Desk, in der Kinderbetreuung, bei der Essensausgabe, mit Spenden oder beim Packen von Care-Paketen: Nur gemeinsam ist dieses Projekt möglich gewesen! Für den großen Einsatz der ehrenamtlichen und hauptamtlichen HElfer_innen bedankten wir uns mit einer Danke-Veranstaltung Ende August. Das Zusammenkommen wurde genutzt, um die emotionale Erfahrung gemeinsam zu reflektieren, Erinnerungen zu teilen und die nächsten Schritte in der Unterstützung Geflüchteter zu diskutieren.

Insgesamt erreichten wir mit unserem Angebot fast 500 geflüchtete Menschen, über 80 Ehrenamtliche waren im Einsatz, fünf Kooperationspartner waren involviert, viele Tausende Euro Spenden wurden entgegengenommen und vor allem für Sachkosten wie Care-Pakete oder die Verpflegung eingesetzt. Die gewünschte Förderung und Unterstützung unseres Angebotes durch das Land Berlin blieb leider aus.

Bis zum Sommer konnte für alle Familien eine Perspektive geschaffen und Wohnraum vermittelt werden. Das Hotel ist wieder in den Regelbetrieb übergegangen. Einige wenige Familien sind in die Ukraine zurückgekehrt, zu vielen Personen besteht noch bis heute regelmäßiger Kontakt, denn es sind viele persönliche Beziehungen gewachsen. Ebenso konnten über das Projekt und die Unterstützung neue hauptamtliche Kolleg_innen für den Verband gewonnen werden.

Was bleibt, ist die Überzeugung, in einer humanitären Notsituation wieder engagiert, beherzt und unbürokratisch Angebote schaffen zu wollen.