Aktionsstart: von „Ein Cent gegen Nazis“ - Spendenlauf für Menschenrechte

Am 18. August wird durch Spandau ein Neonazi-Aufmarsch zum Gedenken an den verurteilten NS-Kriegsverbrecher Rudolf Heß ziehen. Durch die Aktion "Ein Cent gegen Nazis" wird der rechtsextreme Aufmarsch zum unfreiwilligen Spendenlauf für Menschenrechte. Statt für die NS-Verherrlichung von Neonazis wird Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung für die Seenotrettung von Menschen erzielt.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) warnt in ihrer Einschätzung zum "Heßmarsch" vor einer neuen Tradition regelmäßiger rechtsextremer Großaufmärsche in Berlin, sollte es am 18. August aus Sicht der Rechtsextremen zu einem Erfolg des Aufmarsches kommen.

"Berlin gegen Nazis", das Partnerprojekt der MBR setzt dem Aufmarsch daher die niedrigschwellige Mitmachaktion "Ein Cent gegen Nazis" entgegen. Mit Vorabzusagen von mindestens einem Cent pro Nazi sammelt die Aktion Spenden für Sea-Watch e.V. und somit für die bei den Nazis verhasste Seenotrettung von Flüchtlingen. Je mehr Nazis kommen, desto mehr Spenden werden generiert. Jeder Nazi zählt.

Die Spendenzwischenstände werden vor und am Aufmarschtag via Social Media kommuniziert und sichtbar in Spandau präsentiert. Im Anschluss an die Zählung der Neonazis am 18. August erhalten alle Spender_innen eine E-Mail mit der errechneten Spendensumme und dem Zahlungsweg an Sea-Watch.

Rechenbeispiel: Bei 600 Spender_innen von je einem Cent pro Nazi, ergibt sich eine Summe von 6 Euro pro Nazi. Bei 1.500 teilnehmenden Nazis, ergibt sich eine Spendensumme von 9.000 €. Wer mehr als einen Cent spenden möchte, spendet mehr.
Die Aktion startet heute mit über 100 Cent/1€ pro Nazi.

Als Mitgliedsorganisation des Bündnisses für ein weltoffenes und tolerantes Berlin unterstützt der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR den Spendenlauf jetzt schon mit Spendenzusagen zum Aktionsstart. Vorstand Katrin Raczynzki dazu:

"Berlin ist eine bunte, eine weltoffene und vielfältige Stadt. Hier darf kein Platz sein für Menschenhass. Aus einem Neonazi-Aufmarsch kurzerhand eine Spendenaktion für Menschenrechte zu machen, finden wir daher klasse und machen gerne mit. Das Geld hilft denen, die dringend Hilfe benötigen: Menschen, die sonst im Mittelmeer ertrinken."

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Stefanie Determeyer
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Sabrina Banze
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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