Demokratie als Lebensform - Humanistische Antworten auf die autoritäre Herausforderung

Autoritäres politisches Handeln und Denken hat in den letzten Jahren weltweit zugenommen. In mehreren Staaten ist zu beobachten, dass sich starke Präsidenten auch in formalen Demokratien immer mehr Macht verschaffen – und dabei von nennenswerten Teilen der Bevölkerung unterstützt werden. Aber auch in Deutschland ist der Ruf nach Autorität durch das Aufkommen einer rechtspopulistischen Bewegung lauter geworden. Und wir wissen seit Jahren, dass autoritäres Denken in Teilen der Bevölkerung verbreitet ist und damit einen Resonanzboden für entsprechende Politikangebote darstellt.  
Dies bedroht bislang nicht die Demokratie als Staatsform – dafür ist die Bewegung zu schwach. Sehr wohl aber stellt der neue Autoritarismus die Demokratie als Lebensform in Frage. Und so sind die Befürworter einer offenen Gesellschaft herausgefordert. Gerade wertbasierte Bewegungen wie Weltanschauungsgemeinschaften, Kirchen oder Religionsgemeinschaften stehen vor der Herausforderung, sich mit autoritären Tendenzen in den eigenen Reihen zu befassen und sich gegenüber der in der Gesellschaft sichtbar gewordenen Spaltungslinie zwischen autoritär und freiheitlich, zwischen Offenheit und Abschottung zu positionieren.  

Die Humanistische Akademie Deutschland und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden herzlich zu einer Fachtagung ein, bei der wir diese notwendige Diskussion über die Zukunft der Demokratie als Lebensform und mögliche Antworten der offenen Gesellschaft auf die autoritäre Herausforderung führen wollen.

 

Das Programm: 

16:00 Uhr 
Begrüßung   
Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin   
Dr. Ralf Schöppner, Geschäftsführer der Humanistischen Akademie Deutschland

16:15 Uhr 
Grundlagen eines erneuerten politischen Humanismus – ein Impuls von: 
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, LMU München   

16:45 Uhr 
Grundlagen eines erneuerten politischen Humanismus – eine Replik von: 
Prof. Dr. Frieder-Otto Wolf, Präsident der Humanistischen Akademie Deutschland
  
17:00 Uhr 
Diskussion mit den beiden Impulsgebern und dem Publikum 
Moderation: Dr. Ralf Schöppner, Geschäftsführer der Humanistischen Akademie Deutschland

 17:45 Uhr 
Kaffeepause 
 
18:15 Uhr 
Wie autoritär denken die Deutschen?
Kurzimpuls von Jana Faus, Meinungsforscherin bei der pollytix strategic research GmbH  

18:30 Uhr 
Die autoritäre Herausforderung der offenen Gesellschaft

Diskussion mit
Jana Faus, Meinungsforscherin bei der pollytix strategic research GmbH 
Henning Flad, Projektleiter Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus 
Sheila Mysorekar, Vorsitzende Neue deutsche Medienmacher e.V. 
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Hochschule des Bundes und Mitglied der  Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg (angefrgat)
Susann Rüthrich, MdB, Sprecherin der AG „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der SPD-Bundestagsfraktion (angefragt)

Moderation:  Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin 

19:45 Uhr 
Ende der Veranstaltung und Gelegenheit zu weiteren Gesprächen bei einem Imbiss 
 
21:00 Uhr 
Schließung des Hauses 

Wann?

13 Okt 16:00

Wo?

Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 28 (Haus 2)
10785 Berlin
030 3198864-64

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland und der Friedrich-Ebert-Stiftung (Berlin). Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.