Picasso entdeckt Sammlungen
Man kann – viel Geld vorausgesetzt – berühmte Gemälde sammeln, von Picasso zum Beispiel. Doch abseits von wertvoller Kunst kann man die unterschiedlichsten Dinge sammeln – und das aus ganz verschiedenen Gründen.
Die Kinder der Lebenskundegruppe der 6. Klassen haben sich mit dem Thema „Sammeln und Sammlungen“ beschäftigt. Warum sammelt man? Was sammelt man? Was verrät eine Sammlung über die Person, der sie gehört? Was sagt sie über die Zeit aus, aus der sie stammt? Welchen materiellen und ideellen Wert hat eine Sammlung – und wer entscheidet darüber? Wie wird aus einem Haufen Zeug eine Sammlung? Die Kinder berichteten von ihren persönlichen Sammlungen: Edelsteine, Comics, Kaugummidosen oder kleine Werbezettel, die an Autoscheiben gesteckt werden.
Um einmal eine historische Sammlung zu erleben, die eng mit der deutschen Geschichte verbunden ist, besuchte die Gruppe das Depot des DDR-Museums in Marzahn. Wir waren sogar die erste Schulklasse, die dort eine Führung bekommen hat. Wir staunten über die riesige Menge an dort aufbewahrten Gegenständen aus einer längst vergangenen Zeit: Fahrzeuge, Möbel, Küchengeräte, …
Nach der Besichtigung tauschte die Gruppe in kleinen Teams ihre Gedanken zum Thema aus. Anschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam vorgestellt.
Eine spannende Frage lautete: „Was würdet ihr in eine Sammlung geben, die in 50 Jahren euer heutiges Leben beschreiben soll?“
Eine Nintendo Switch und ein Handy müssten auf jeden Fall dazugehören, da waren sich alle einig. Ein Gemälde von Picasso war leider aus Kostengründen nicht dabei.
Anna Paterok, Thomas Dorl, Lebenskundelehrkräfte
Foto: Thomas Dorl