Platanengrundschule – Blankenfelde

Brief an den Bundeskanzler

veröffentlicht: 26. August 2026, 14:08 Uhr

Im Rahmen des Lebenskunde-Unterrichts befassten sich die Erst- und Zweitklässler*innen über mehrere Wochen hinweg mit der Welt der Zukunft und den nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand zu erwartenden Folgen des Klimawandels zum Jahr 2100. Ein Jahr, in dem diese Kinder womöglich selbst Großväter und Großmütter sind. 

Zuerst mussten wir uns ein Bild der Lage verschaffen. Wir schauten uns einen Livestream der International Space Station an und fragten uns: Wie kann es denn sein, dass Wesen, die so klein sind, dass man sie aus dem Weltall überhaupt nicht sieht, so großen Einfluss auf unseren Planeten haben können? Für die darauffolgende Stunde habe ich verschiedene Zukunftsprognosen wie etwa „In der Zukunft wird es mehr starke Stürme und Überschwemmungen geben“ auf dem Innenhof unserer Schule versteckt, um eine Verknüpfung von Lernen und Bewegung herzustellen. Die Schüler*innen haben die Informationen erfolgreich zusammengetragen und verstanden den Ernst der Lage durchaus. 

Sie überlegten, ob sie selbst etwas tun könnten und ich schlug vor, Samenkugeln herzustellen. Ich besorgte Blumenerde und die Samenmischung „Schmetterlingstreff“. Eifrig kneteten sich alle Kinder eine Samenkugel und wählten sich einen Platz, den sie bepflanzen wollten. Sie bekamen die Aufgabe, diesen Ort ein für ein paar Monate im Blick zu behalten.

Das war für die Kinder eine schöne Erfahrung, nur lässt sich dadurch der Klimawandel nicht stoppen. Daher erklärte ich den Kindern, dass wir die eigentlichen Entscheider*innen unseres Landes ansprechen müssen: Die Bundesregierung und unseren Kanzler. Mithilfe von Stoffproben, Filzresten und Glitzerpapier schnipselten und zeichneten die Kinder ihre eigenen Wünsche für die Zukunft. Wir hoffen, dass die Empfänger, der Kanzler und die Regierung, unsere Wünsche ernst nehmen. 

Jakub Simcik, Lebenskundelehrkraft

Ein gemaltes Kinderbild vom Bundeskanzler