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Pressemitteilung

Trauer um die Opfer des Angriffs auf den Berliner CSD

veröffentlicht: 27. Juli 2026, 00:07 Uhr aktualisiert: 27. Juli 2026, 16:07 Uhr

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg ist tief erschüttert über den tödlichen Angriff im Umfeld des Christopher Street Days in Berlin.

Berlin, 27.Juli 2026. Unsere Gedanken sind bei der getöteten Frau, bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen Menschen, die Zeuginnen und Zeugen dieser schrecklichen Tat wurden. Ihnen gilt unsere Solidarität und unser Mitgefühl.
Der Christopher Street Day steht für Freiheit, Menschenwürde und das Recht jedes Menschen, ohne Angst verschieden sein zu dürfen. Wer Menschen angreift, weil sie für eine offene und vielfältige Gesellschaft einstehen oder ihr angehören, greift weit mehr an als einzelne Personen. Angegriffen werden die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaft.
Als Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg verurteilen wir jede Form von Hass und politisch oder religiös motivierter Gewalt: Wo Menschen aufgrund ihrer Identität, ihrer Lebensweise oder ihrer Überzeugungen bedroht und angegriffen werden, stehen wir entschlossen an der Seite der Betroffenen.
Eine freie Gesellschaft beweist ihre Stärke nicht in Zeiten der Einigkeit, sondern darin, dass sie auch unter Druck die Freiheit, Vielfalt und die gleiche Würde aller Menschen verteidigt. Das Eintreten für queere Menschen ist deshalb keine identitätspolitische Randfrage. Es ist Ausdruck der Verantwortung, die demokratische Gesellschaften füreinander tragen.
Katrin Raczynski, Vorstandsvorsitzende des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg, erklärt:
„Wer Hass und Gewalt gegen Minderheiten richtet, will Angst erzeugen und unsere offene Gesellschaft einschüchtern. Dem werden wir uns nicht beugen. Humanismus bedeutet, jedem Menschen dieselbe Würde und dieselben Freiheitsrechte zuzuerkennen. Deshalb stehen wir heute und auch künftig an der Seite der Opfer – entschlossen gegen jede Form von Extremismus und für eine Gesellschaft, in der Vielfalt geschützt und nicht bedroht wird."
Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg wird sich weiterhin mit Nachdruck für Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und ein friedliches Miteinander einsetzen.

Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR

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