Vortragsabend: Erwin Piscator

Wann?

Am: Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:30 Uhr

Wo?

Haus des HUMANISMUS
Potsdamer Straße 157
10783 Berlin

Von?

Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR
Wallstraße 61-65
10179 Berlin
Deutschland

Erwin Piscator (1894 - 1975) war Theaterintendant, Regisseur und Theaterpädagoge und ein einflussreicher Avantgardist der Weimarer Republik. An diesem Abend widmen wir uns dem Werk Piscators. 

Vortrag, Lesung und Diskussion

In unserer Veranstaltungsreihe erinnern wir monatlich an mutige Persönlichkeiten mit Bezug zu unserem Stadtteil Schöneberg. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie aus ganz verschiedenen Gründen in scharfem Kontrast zum Nationalsozialismus standen. Unser Ziel ist es zu erinnern:

  • an die fortschrittliche, humanistische Vielfalt, für die Schöneberg, der „Neue Westen“, vor allem in den 1920er-Jahren weltberühmt war und daran,
  • wie sie durch den Nationalsozialismus verfolgt und zerstört wurde.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Lern- und Gedenkort Bücherverbrennung statt.

Vortragsabend: Die Piscatorbühne am Nollendorfplatz – Zum 60. Todestag des Exilanten Erwin Piscator

Die meisten Berliner haben die Fassade des Metropol schon mal von außen bewundert. Seltener schon die, die wissen, dass hier vor knapp 
100 Jahren die berühmte Piscatorbühne war. Wer aber war eigentlich Erwin Piscator? 

Das Theater am Nollendorfplatz, ist der Schauplatz von Erwin Piscators größten Erfolgen und Theaterexperimenten. Anlässlich seines 60. Todestags widmen wir dem Pionier des politischen Theaters einen revueartigen Abend. 

Piscators Inszenierungen aus der Zeit der Weimarer Republik, in die er als einer der ersten in Deutschland systematisch den Film hinein komponierte, gelten noch heute als bahnbrechend. Sie beeinflussten z. B. Bertolt Brecht und Leo Lania hinsichtlich des »dokumentarischen« Verfahrens. Erwin Piscator zielte darauf, die Wirkung des Theaters zu verstärken, indem er den Film (vor allem Wochenschauen und Dokumentarbilder) in dessen Dienste stellte. Bis 1931 setzt er in 15 Inszenierungen Filme ein. Immer wieder fungieren vor allem Aufnahmen vom Grauen des Weltkriegs als Katalysator der Dramaturgie. 

Nach Flucht und Überleben im Exil inszeniert Piscator u.a. Stücke wie "Der Stellvertreter" von Rolf Hochhuth oder "Die Ermittlung" von Peter 
Weiss dem "allgemeinen Vergessen-Wollen" von Auschwitz entgegenzutreten.  

Nach Vortrag und musikalischen Beitrag freuen wir uns wie immer auf eine lebendige und ertragreiche Diskussion. 

Filmvortrag: Thomas Tode, Filmwissenschaftler 

Musikalischer Beitrag: Cornelia Voß & Matthias Blessing 

Veranstalter: Daniel Behringer, Lern- und Gedenkort Bücherverbrennung 

Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr 

 

 

Die Teilnahme ist kostenlos und jede*r ist herzlich willkommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Ihre Ansprechpersonen

Sie haben Fragen zu dieser Veranstaltung? Dann wenden Sie sich bitte an:

Haus des HUMANISMUS Potsdamer Straße

Adresse

Haus des HUMANISMUS
Potsdamer Straße 157
10783 Berlin

Kontakt