Filmvorführung und Vortragsabend: Billy Wilder

Wann?

Am: Montag, 21. September 2026, 18:30 Uhr

Wo?

Haus des HUMANISMUS
Potsdamer Straße 157
10783 Berlin

Von?

Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR
Wallstraße 61-65
10179 Berlin
Deutschland

Lang lebe Billy Wilder. Zum 120. Geburtstag: Filmvorführung & Vortrag mit dem Filmwissenschaftler Thomas Tode

Vortrag, Lesung und Diskussion

In unserer Veranstaltungsreihe erinnern wir monatlich an mutige Persönlichkeiten mit Bezug zu unserem Stadtteil Schöneberg. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie aus ganz verschiedenen Gründen in scharfem Kontrast zum Nationalsozialismus standen. Unser Ziel ist es zu erinnern:

  • an die fortschrittliche, humanistische Vielfalt, für die Schöneberg, der „Neue Westen“, vor allem in den 1920er-Jahren weltberühmt war und daran,
  • wie sie durch den Nationalsozialismus verfolgt und zerstört wurde.

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Lern- und Gedenkort Bücherverbrennung statt.

Vortragsabend: Billy Wilder – Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent

Am 22. Juni 1906 ist Samuel Wilder in Sucha in Galizien (Österreich-Ungarn) geboren. Seine Mutter nannte ihn aber wegen ihres Faibles für Buffalo Bill stets „Billie“. Wie viele Altösterreicher zieht es den Film-Interessierten in die Filmmetropole Berlin, wo er 1927 in Berlin-Schöneberg (Viktoria-Luise-Platz 11) zur Untermiete wohnt, als er sein erstes Drehbuch verkauft. Als Jude war Wilder in Deutschland 1933 bedroht und in die Emigration gedrängt. 

Wir zeigen seine zweite Drehbucharbeit: Menschen am Sonntag (D 1929/30, 76 Min.) vom Kollektiv „Filmstudio 1929“: Bei einem Picknick am Berliner Wannsee kommen sich vier Menschen näher. Zwei Freundinnen – moderne, arbeitende Frauen mit Bubikopf und Kofferplattenspieler – treffen ihre männlichen Zufallsbekanntschaften, schwimmen mit ihnen, liegen im Schilf, hören Musik, tollen umher, haben Sex, dösen in den Nachmittag und tragen ihre Eifersüchteleien aus. Das Picknick als Ort der Begegnung der Geschlechter im Leben moderner, selbstbewusster Großstädter. Der Film ist mit Laiendarstellern an realen Örtlichkeiten im veristisch dokumentarischen Stil gedreht.

Nach Vortrag, Film und musikalischen Beitrag freuen wir uns wie immer auf eine lebendige und ertragreiche Diskussion.
 

Die Teilnahme ist kostenlos und jede*r ist herzlich willkommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Die Veranstaltung wird finanziert über die Regionalkasse Schöneberg-Nord.

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Haus des HUMANISMUS Potsdamer Straße

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Potsdamer Straße 157
10783 Berlin

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