Unser Pflegeverständnis

Die Grundlage unseres Handels sind, neben den Wünschen der Kunden, die im Leitbild des humanistischen Verbandes und im abgeleiteten Pflegeleitbild verankerten Grundhaltungen zum Menschen und gemeinsame Zielrichtungen der Arbeit.

Kernaussagen des Leitbildes des HVD Berlin-Brandenburg

Der Humanistische Verband versteht sich als Interessenvertretung religionsfreier Menschen. Der Humanismus ist nicht religiös, er lehnt eine übernatürliche Erklärung der Realität ab. Die Prinzipien, an denen sich die Mitglieder des Humanistischen Verbandes orientieren, sind: Weltlichkeit, Selbstbestimmung, Individualität, Solidarität und Toleranz.

Wir praktizieren Solidarität, stärken die Selbstverantwortung und fördern emanzipatorische Lebenskonzepte. Der Humanistische Verband gewährt Unterstützung, Rat und Hilfen, unabhängig von ethnischer Herkunft, Nationalität, Geschlecht oder Weltanschauung. Die professionellen Dienstleistungen des Verbandes beruhen auf den Prinzipien von fachlicher Kompetenz, ethischer und sozialer Reflexion, Transparenz, Kontrolle und gesellschaftlicher Verantwortung. Der Humanistische Verband fördert freiwilliges bürgerschaftliches Engagement.

Foto: Christoph Eckelt | Bildmitte GmbH
Foto: Christoph Eckelt | Bildmitte GmbH

Pflegeleitbild

Unsere Pflegekund_innen stehen im Mittelpunkt unserer Leistungen. Alle Mitarbeiterinnen möchten, dass die Pflegekunden mit unseren Dienstleistungen zufrieden sind. Daher sind kompetente, einfühlsame Pflege und Organisation unsere obersten Ziele.

In der Betreuung unserer Pflegekund_innen ist das humanistische Selbstverständnis richtungsweisend. Das bedeutet, dass wir die Würde und das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen als elemtar und unantastbar anerkennen. Daran ändert sich auch durch Krankheit, Alter, körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nichts. Wir achten die Menschen als Individuen in ihrer Einmaligkeit und Selbstbestimmtheit mit all ihren Stärken, Schwächen, Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen. Insofern sehen wir jeden Menschen grundsätzlich als selbstverantwortlich für sein Handeln an.

Alle Menschen sind bestrebt, entsprechend ihrer Bedürfnisse zu leben und ihr Leben individuell und selbständig zu gestalten. Dies berücksichtigen wir in unserer Pflege. Entsprechend dieser individuellen Lebens-/Pflegesituation wird gemeinsam mit dem Pflegekund_innen und ggf. Angehörigen die Pflege geplant. Grundlage dafür ist das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel, welches die Selbstbestimmung und die Selbstplfege bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens in den Mittelpunkt stellt. Wir gehen davon aus, dass es immer Ressourcen gibt, die bewahrt und aktiviert werden wollen und sollen. Dementsprechend setzen wir uns dafür ein, dass dem Pflegekund_innen die Teilnahme und Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.

Auf Wunsch der Pflegekund_innen beziehen wir die Angehörigen, Bezugspersonen und andere an der Pflege Beteiligte in die Pflege mit ein. Wir unterstützen unsere Pflegekund_innen, ihre Krankheit und Einschränkungen zu bewältigen sowie selbstbestimmt leben und menschenwürdig sterben zu können.

Foto: Konstantin Börner | Nordsonne Identity
Foto: Konstantin Börner | Nordsonne Identity

Verständnis, Respekt und Vertrauen - auch durch die Gewissheit des absoluten Einhaltens unserer Schweigepflicht und des Datenschutzes - sind Grundvoraussetzungen für eine vertrauensvolle Pflegebeziehung. Damit diese entstehen und wachsen kann, streben wir eine möglichst hohe Mitarbeiter_innenkontinuität an, die der Bezugspersonenpflege möglichst nahe kommt.

Wir arbeiten teamorientiert und leben eine Unternehmenskultur, die Eigenverantwortung bewusst macht und die Möglichkeit konstruktiver Kritik bietet. Eine solche Kritik an unserer Arbeit verstehen wir als Chance zur Verbesserung. Deshalb ermuntern wir alle, mit denen wir in Kontakt stehen, bei Verbesserungsvorschlägen das Gespräch mit uns zu suchen. Um unseren Leitgedanken der koninuierlichen Verbesserung zu realisieren, reflektieren wir unser Handeln selbstkritisch und entwickeln unsere fachlichen, menschlichen und sozialen Fähigkeiten durch Fortbildung und Supervision ständig weiter.

Die Anforderungen an uns und unsere Arbeit können nur von zufriedenen und qualifizierten Mitarbeiter_innen erfüllt werden. Deshalb ist es uns - neben der Fortbildung und Supervision - wichtig, die Arbeitsbedingungen auch im Sinne der Mitarbeiter_innen zu gestalten.

Wir handeln auf der Grundlage ökonomischer und ökologischer Anforderungen. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns in der Verantwortung, die zukünftige pflegerische Versorgungsituation mit zu gestalten. Daher setzen wir unsere personellen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen effizient ein und berücksichtigen damit die wirtschaftlichen Belange des Pflegedienstes. Denn wir wollen sicherstellen, dass eine qualifizierte Pflege auf Dauer möglich ist.

Kontakt

Steven Snelsire
Leitung der Sozialstationen "Die Brücke"