Impfstrategie: Offener Brief mit Forderungen an den Berliner Senat

Schwer beeinträchtigte Kinder gehören zur Hochrisikogruppe von SARS-CoV-2, können selbst aber nicht geimpft werden. Bisher sind die Vakzine nicht für Minderjähre unter 16 Jahren zugelassen. Der einzige Schutz für diese Kinder ist der Umgebungsschutz.

Laut § 3 Abs. 3a) der Corona-ImpfV vom 10.3.2021 haben bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen mit Behinderungen und bestimmten chronischen Erkrankungen mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung, wenn die Personen pflegebedürftig sind und nicht in einer Einrichtung leben. In Berlin allerdings fehlen die Verfahren, die es Eltern ermöglichen, ihre Impfberechtigung selbst nachzuweisen.

Aus diesem Grund formulierten wir in einem offenen Brief folgende Forderungen an den Berliner Senat:

  • Die sofortige Einführung eines transparenten und unkomplizierten Verfahrens für Kontaktpersonen von Minderjährigen aus der Prioritätsstufe 2.
  • Eine klare Anweisung an die Mitarbeiter der Impfhotline, wie mit Fällen impfberechtigter Familien verfahren werden soll.
  • Die Übernahme der Zuständigkeit für Eltern bzw. enger Kontaktpersonen durch die Clearingstelle.
  • Eine umfangreiche öffentliche Aufklärung, um alle pflegenden Eltern bzw. Kontaktpersonen zu erreichen.
  • Impfungen ab sofort auch für Jugendliche ab 16 Jahren mit der Priorität 2 zuzulassen und somit die Altersdiskriminierung zu beenden.
  • Alle Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen in Priorität 2 einzustufen. Über die Vielzahl der seltenen Erkrankungen liegen so geringe Kenntnisse vor, dass das Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nicht auszuschließen ist

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Benita Eisenhardt
Fachstelle MenschenKind
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Silke Groth
Mitarbeiterin Fachstelle MenschenKind