VK KiJu - Versorgungskoordination für Kinder und Jugendliche

Seit 2018 wird im Land Berlin modellhaft die Versorgungskoordination für Familien mit versorgungsintensiven Kindern und Jugendlichen (VK KiJu) erprobt, die das bereits bestehende regelhafte Angebot an Fallmanagement der Jugendämter (Fachbereich Eingliederungshilfe Kinder und Jugendliche) und der Pflegestützpunkte ergänzt und Familien nachrangig unterstützt.

Das Angebot richtet sich an Familien mit versorgungsintensiven Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweisen und deren Versorgung zeit-, personal- und ressourcenintensiv ist. Ein gut aufeinander abgestimmtes Vorgehen ist notwendig, um Unter- oder Fehlversorgung sowie Belastungssituationen zu vermeiden.

In der Regel wird die Zuständigkeit beim Fallmanagement der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderungen im Jugendamt liegen, oder bei den Kinderbeauftragten der Berliner Pflegestützpunkte. Ausschlaggebend ist der jeweilige Bedarf an Unterstützung, je nach dem, ob es eher um Aspekte der Teilhabe geht oder pflegebezogene Themen im Vordergrund stehen. Erst nachrangig kommt eine Weiterleitung an die VK KiJu in Betracht, sofern die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind.

Die VK KiJu kommt ausschließlich in Frage für Berliner Familien mit pflegebedürftigen Kindern und jungen Erwachsenen, bei denen aufgrund komplexe Versorgungsanforderungen, beispielsweise aufgrund von Intensivpflege, die Notwendigkeit vielfältiger professioneller Hilfen bestehen. Und bei denen eine extreme Belastungssituation gegeben ist, welche sich auf die Versorgungssituation des Kindes auswirkt.

Die Überleitung erfolgt in der Regel durch die Anlauf- und Hilfestellen. Anhand definierter Aufnahmekriterien im Rahmen eines Screenings wird eine erste Einschätzung getroffen, ob die VK KiJu passend und notwendig ist. Bei positiven Screening und mit Einverständnis der Familien, kann Kontakt mit der VK KiJu-Stelle aufgenommen und die Familie weitergeleitet werden. In Ausnahmefällen können sich die betroffenen Familien auch direkt an die VK KiJu-Stellen wenden.

Weitere Informationen und die Kontakte zu den Anbietern der Versorgungskoordination sind in den anhängenden Dokumenten zu finden.

Bei Fragen zum Modellprojekt oder zum Screening, können sie sich gerne an die Fachstelle MenschenKind wenden: telefonisch 030 613904-870/-879 oder per Mail: menschenkind@hvd-bb.de

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Adelheid Borrmann
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