Forschen und Staunen

„Kinder sind – ebenso wie Dichter, Musiker und Naturwissenschaftler – eifrige Forscher und Gestalter. Sie besitzen die Kunst des Forschens und sind sehr empfänglich für den Genuss, den das Erstaunen be­reitet.“

Dieses Zitat des Begründers der Reggio-Päda­gogik, Loris Malaguzzi, ist für die Gestal­tung der Arbeit und das Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen in unseren Humanistischen Kindertagesstätten orientierungs­weisend. Unsere Häuser sind Bildungs- und Wohlfühl­orte, in denen Kinder und Erwachsene gemeinsam spielen, forschen und fragen.

Die Arbeit in unseren 24 Kindertagesstätten in Berlin und Brandenburg orientiert sich daran, Kinder in einem selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Denken und Handeln zu stärken. Respekt für die Einzigartigkeit der menschlichen Persönlichkeit ist das ­Grundanliegen der pädagogischen Arbeit in humanistischen Kitas.

Das heißt

  • den Mensch in seiner Individualität, als ­ autonom handelndes Subjekt zu sehen
  • die Entfaltung der Persönlichkeit in Verantwortung für sich selbst, für die ­ Gemeinschaft und die Umwelt
  • die Beteiligung an Entscheidungen, die den Menschen selbst betreffen (Partizipation)

Lernanregungen schaffen

Wir vertrauen auf die Kräfte des Kindes, sehen es als Forscher_in und Entdecker_in. Jedes Kind muss erleben, dass es selbst aktiv und bestimmend seine Ideen verwirklichen kann und Antworten auf seine Fragen findet.

  • Wer bin ich?
  • Zu wem gehöre ich?
  • Wer sind die anderen?
  • Was passiert um mich und um uns ­herum?
  • Wie hängen die Dinge ­zusammen?
  • ­Was war vor mir und was kommt nach mir?
  • Was kann ich selbst und was kann ich gemeinsam mit ­anderen bewirken?

Wir sehen das Kind als kompetentes Kind für eigene Bildungsprozesse! Das Erleben des Kindes, seine Möglich­keiten und Bedürfnisse werden beachtet. Wir begleiten jedes Kind interessiert – zugewandt und geben individuelle sowie gemeinschaftsförderliche Impulse.

Die kindorientierte Arbeit in offenen ­Strukturen

Wir haben uns ganz bewusst für die Arbeit in offenen Strukturen entschieden, denn sie

  • unterstützt das Streben der Kinder nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung (Emanzipation)
  • legt den Grundstein für eine eigenständige Lebensführung und das Leben in der ­ Gemeinschaft
  • sorgt für eine Umsetzung der UN Kinderrechtskonvention

Für die kindorientierte Arbeit in offenen Strukturen braucht es

  • Offenheit als Lebenshaltung und in Gestaltung von Beziehungen (neugierig, unvoreingenommen, veränderungsbereit …)
  • Öffnung in den Strukturen, eingebettet in verlässliche/vorhersehbare Situationen
  • Werkstätten und Bildungsräume, in denen sich Kinder ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten bewusst werden können und der Neugier- und Entdeckungsdrang herausgefordert wird
  • gute Abstimmung von Freiheit und ­ Verbundenheit
  • die Möglichkeit, altersübergreifende ­ Erfahrungen machen zu können

Orte für und mit Kindern!

In Humanistischen Kindertagesstätten

  • können Kinder Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.
  • haben Kinder die Möglichkeit, sich produktiv an der Gestaltung ihres Alltags zu beteiligen.
  • können Kinder ihrem individu­ellen Rhythmus folgen.
  • können sich Kinder frei aus­drücken.
  • erleben Kinder Erwachsene, die fragende und neugierige Mit-Forscher_innen sind, die sich einlassen auf die Sichtweisen der Kinder, die zuhören, unter­stützen, ­ beraten, begleiten und in Resonanz gehen.
  • erleben sich Kinder von Erwach­se­nen respektiert, denn der ­Dialog wird lebendig.

Kontakt

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Britta Licht
Leitung Abteilung Humanistische Kindertagesstätten