Strafvollzug in Zeiten der Corona Pandemie

Der Berliner Strafvollzug in Zeiten der Corona Pandemie

Die Senatsverwaltung für Justiz, Antidiskriminierung und Verbraucherschutz hatte im Frühjahr 2020 eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um einem Eindringen des Virus in den Berliner Justizvollzug bzw. des Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehörten die Reduzierung der Belegung mit Gefangenen, ein Besuchsverbot für Angehörige, die Reduzierung des Präsenzpersonals in den Anstalten und auch die Einrichtung von Isolierbereichen und Quarantänestationen in den JVAen. Diese besonderen Stationen sollen besonders gefährdeten Gefangenen einen zusätlichen Schutz bieten. Im Männervollzug wurden diese Personen mittlerweile in der JVA Tegel in einem gesonderten Haus untergebracht.

In einigen Anstalten wurde zudem sowohl Arbeit als auch Freizeitmaßnahmen erheblich eingeschränkt.

Über die im Strafvollzug positiv getesteten Gefangenen informiert die Senatsverwaltung unter dem Link Berlin.de

und auch im Newsletter des Berliner Justizvollzugs.

Nach einigen Lockerungen im letzten Jahr sind seit Dezember wieder einige Anstalten für externe Beratungen geschlossen. Aktuell gehören dazu die JVA Tegel, Moabit und Plötzensee.

 

Die Angebote der freien Straffälligenhilfe haben sich aufgrund der Corona Pandemie ebenfalls verändert. Bezüglich der aktuellen Erreichbarkeit und Angebote fragen Sie am besten direkt bei den Trägern nach.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Träger der freien Straffälligenhilfe.

 

Bundesweite Maßnahmen

Über die verschiedenen Maßnahmen der Bundesländer hat der DBH eine Übersicht erstellt, die Sie auf der Website dbh-online aufrufen können.

 

Handlungsempfehlungen

Das Europa Büro der WHO hat in englischer Sprache einen Leitfaden für den Strafvollzug bezüglich der Corona Pandemie erarbeitet.

Zu diesem Leitfaden haben Prof. Dr. Keppler und Prof. Dr. Stöver auf der Website der BAG-S Ergänzungen, die insbesondere die Behandlung von drogenkonsumierenden Inhaftierten veröffentlicht.