Digitale Selbstbestimmung - Frühjahrstagung der Akademie

Der digitale Wandel fordert den humanistischen Anspruch, ein selbstbestimmtes Leben führen zu wollen, neu und zusätzlich heraus. NSA, Drohnen, Google, Amazon, Facebook: Die immense Datenproduktion – Big Data – verstärkt gesellschaftliche Tendenzen zu Überwachung, Verhaltenssteuerung und Konformismus. Die Nutzung neuer Medien sorgt für einen grundlegenden Wandel der sozialen Beziehungen. Ihr schneller und hoher Verbreitungsgrad begünstigt die Skandalisierung und löst konformistische Massenbewegungen aus (Flashmobs, virale Videos). Die Anonymität in sozialen Netzwerken ermutigt zu inhumanen Kommunikationsformen (Shitstorms, Cybermobbing). Es wird befürchtet, dass Software-Roboter und Nachrichten-Algorithmen die politische Willens- und Meinungsbildung beeinflussen. Lauert also im digitalen Wandel ein neuer „informationeller Totalitarismus“ (Michael Pauen / Harald Welzer) oder eröffnet er neue Spielräume für individuelle und kollektive Selbstbestimmung, für einen „digitalen Humanismus“ (Jaron Lanier)? Auf der Tagung wird über die aktuellen Entwicklungen informiert und unterschiedliche politische wie ethische Einschätzungen werden zur Diskussion gestellt.  Mit Kryptoparty am Freitagabend: Endgeräte können mitgebracht werden und beim Umtrunk mit Expert_innen vom Chaos-Computer-Club Berlin und dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung den Ansprüchen digitaler  Selbstbestimmung angepasst werden.

Mit: JON WORTH, Blogger und Trainer für Online-Kommunikation und Chaos-Computer-Club   Berlin sowie dem Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung

 

TEILNAHMEGEBÜHREN: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (beide Tage)  |  10 Euro, ermäßigt 5 Euro (ein Tag)

 

Wann?

27 Apr 10:00

Wo?

Haus der Psychologie
Straße am Köllnischen Park 2
10179 Berlin

27. und 28. April 2018
10.00-16.30 Uhr

In Kooperation mit der Humanistischen Akademie Deutschland, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.