• Foto: Shamia Casiano | pexels
    Foto: Shamia Casiano | pexels

Charles Fourier: Die Freiheit in der Liebe. Humanistischer Lesekreis

Es gibt Bücher, die liest und diskutiert man aufgrund ihrer Komplexität am besten gemeinsam. Der Lesekreis trifft sich in der Regel jeden letzten Dienstag im Monat und ist die Gelegenheit, genau dies mit Büchern und Texten zu humanistischen Themen zu tun: in angenehmer Atmosphäre und mit Genuss.

2022 dreht sich bei uns im Humanistischen Lesekreis alles um die Liebe: die sinnlich-erotische ebenso wie die platonische und die Idee der selbstlosen Liebe zu anderen Menschen. Wir möchten Klassiker neu entdecken und uns mit aktuellen politischen, philosophischen und praktischen Zugriffen auf diese existenzielle Form der Verbundenheit auseinandersetzen.

Die Auswahl erfolgt durch die Teilnehmenden. Programmänderungen aufgrund von aktuellen Neuerscheinungen oder neuen Vorschlägen sind ebenso willkommen wie neue Lesefreundinnen und ‑freunde.

Am 30. August sprechen wir erneut über einen Klassiker des Genres: über den Essay Die Freiheit in der Liebe des Sozialutopisten Charles Fourier.

"Als »Die Freiheit in der Liebe« 1967 in Frankreich erschien, 150 Jahre nach der Niederschrift, wurde das Buch begeistert aufgenommen und galt als Vorläufer einer sexuellen Revolution. Fourier kritisiert scharf die »Zivilisation« seiner Zeit und erarbeitet ein alternatives Gesellschaftsmodell, die »Harmonie«, die auf dem Ende der monogamen Ehe, der Vervielfältigung von Liebesbeziehungen jeder Art und einer absoluten Gleichheit der Geschlechter basiert. Fourier, immerhin ein Mann des 18. Jahrhunderts, lässt auch Homosexualität, Fetischismus und andere als »pervers« geltende Praktiken als Varianten der Leidenschaft gelten; von den edelsten Gefühlen bis zu den absurdesten sinnlichen Manien, von der heiligen Liebe bis zu schlüpfrigsten Phantasien gilt ihm alles als gleichwertig.

Als Visionär und Utopist entwirft er eine offene Gesellschaft, in der neue Regeln keine Verbote mehr sind, sondern Protokolle sozialer, erotischer, ästhetischer Spiele.

Margarete Stokowski, kämpferische Feministin mit spitzer Feder, hat diesem wiederzuentdeckenden Sozialutopisten ein aktuelles Vorwort gewidmet." (Verlagstext)

Moderation: Astrid Hackel

UHRZEIT: 18.00 – 19.30 Uhr

Der Lesekreis trifft sich im Haus des HUMANISMUS in der Potsdamer Straße 157. Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de.

 

Weitere Veranstaltungen 2022:

27.09.    bell hooks: Alles über Liebe – Neue Sichtweisen

29.11.     Hannah Arendt: Der Liebesbegriff bei Augustin

Wann?

  • 30 Aug, 18:00 Uhr

Wo?

Haus des HUMANISMUS
Potsdamer Str. 157
10783 Berlin

Humanistischer Lesekreis
Termin: 30.08.2022
Zeit: 18-19.30 Uhr
Anmeldung unter info@humanistische-akademie-bb.de