Das Berliner Neutralitätsgesetz - Schutz oder Einschränkung?

Das Berliner Neutralitätsgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Miteinander von Religionen und Weltanschauungen in Gesellschaft und Schule. Seit einigen Monaten wird in der Hauptstadt jedoch gleichermaßen kontrovers wie leidenschaftlich diskutiert, ob das 2005 eingeführte Gesetz den juristischen, politischen und pädagogischen Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft gerecht wird. 

Darüber möchten wir mit Befürworter_innen und Kritiker_innen der aktuellen Regelung diskutieren und folgende Fragen in den Vordergrund stellen:

Werden das Recht auf Selbstbestimmung und die individuelle Religionsfreiheit durch das Berliner Neutralitätsgesetz unzulässig eingeschränkt?

Bedarf es der staatlichen Neutralität zum Schutz und Erhalt des friedlichen Miteinanders in der pluralistischen Gesellschaft oder ist sie ein Integrationshindernis?

Wirkt sich das offene Tragen religiöser Symbole durch Lehrkräfte auf die freie Urteilsbildung von Schüler_innen aus?

Welche Folgen hätte eine Lockerung des Berliner Neutralitätsgesetzes im schulischen Bereich für den öffentlichen Dienst?

Es diskutieren:

Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Sanem Kleff, Leiterin des Projekts »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«

NaÏla Chikhi, Erstunterzeichnerin der Initiative Pro Neutralitätsgesetz, deutsch-algerische Feministin

Winfriede Schreiber, Leiterin des Verfassungsschutzes Brandenburg a.D., ehemalige Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, ehemalige Polizeipräsidentin von Ost-Brandenburg

Prof. Dr. jur. Matthias Mahlmann, Professor für Philosophie und Theorie des Rechts, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht an der Universität Zürich

Der geschäftsführende Direktor der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg Dr. Ralf Schöppner wird ins Thema einführen.

Live im Internet: stream.hvd-bb.de

Diese Veranstaltung wird live per Video gestreamt und zur Dokumentation aufgezeichnet. Mit ihrer Teilnahme erklären sich die Anwesenden einverstanden, dass sie eventuell auf dabei entstehenden und veröffentlichten Aufnahmen zu sehen sind.

Eine öffentliche Veranstaltung der Abteilung Bildung im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg e.V.

 

Wann?

Am 6. September 2018, 17:30 Uhr

Wo?

Haus der Psychologie

Am Köllnischen Park 2

10179 Berlin

Der Eintritt ist frei.